Reisen in Krisenländer: Wo Solidarität belohnt wird

Reisen in Krisenländer: Wo Solidarität belohnt wird

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Wegen der Schuldenkrise und politischen Umbrüchen bleiben viele Traumstrände weitestgehend leer. Schnäppchenjäger können derzeit aber beispielsweise in Griechenland richtig sparen.

von Christian Schlesiger

In Griechenland und Ägypten bleiben die Touristen weg. Dabei kann man in den Krisenländern derzeit bares Geld sparen. Davon ab tut gerade den Nachbarn in Europa die Solidarität der Urlauber ganz gut.

Staatskrise ist nicht gleich Urlaubskrise - Bild-Chefredakteur Kai Diekmann macht es vor. Anfang des Jahres rebellierte er in der Bild noch gegen das Versagen der griechischen Politik. Nun postet er über sein Facebook-Account Bilder aus seinem Griechenland-Urlaub. Dem Chefredakteur dürfte es weniger um die Schnäppchen-Preise als vielmehr um das Symbol gegangen sein. Ein bisschen Solidarität mit unseren griechischen Partnern kann nicht schaden. Auch andere prominente Vertreter gesellen sich in den Kreis der Hellas-Unterstützer. Alltours-Chef Willi Verhuven warb eigens in einer Anzeige für Urlaub in Griechenland und wird in diesem Sommer auch eine Kreuzfahrt-Tour zu den griechischen Inseln unternehmen.

Niemand will nach Griechenland

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Das war es zunächst an positiven Nachrichten für das Touristenziel Griechenland. Denn die Destination leidet wie derzeit keine Nation unter der Zurückhaltung der Touristen. Der Kölner Veranstalter Rewe Touristik meldet ein Buchungs-Minus von 28 Prozent in diesem Sommer. Bei Alltours, Thomas Cook und TUI sieht es nicht viel besser aus. Dabei würde sich Solidarität mit den Krisen-Griechen durchaus lohnen. Last-Minute-Anbieter haben Schnäppchen im Angebot, heißt es bei den Kurzfrist-Veranstaltern. Wochenangebote zwischen 400 und 750 Euro pro Person seien drin und durchaus günstig, heißt es bei nix-wie-weg.de.

Krisen drücken die Preise. Auch in Nordafrika locken die Veranstalter mit gesunkenen Preisen. Allerdings entwickeln sich die Länder unterschiedlich. So ist Tunesien in diesem Jahr wieder zu alter Stärke zurück gekehrt. „Tunesien hat sein Comeback geschafft“, sagt Sören Hartmann, Chef von Rewe Touristik. Der Veranstalter, der sich als Marktführer in Tunesien sieht, verbuchte gar ein Plus von 92 Prozent. Damit gehört das Land nach dem tunesischen Frühling zu den Gewinnern dieses Sommers – zusammen mit Spanien, Portugal und der Türkei. Die Türkei ist aber teurer geworden. Mit etwa 1200 Euro für zwei Wochen muss man pro Person für einen All-Inclusive-Urlaub rechnen.

Günstiges Reiseziel Ägypten

Anders ist die Lage in Ägypten. Das Land erholt sich schleppend. Bei den Veranstaltern liegt die Destination – wenn überhaupt – leicht im Plus. Immerhin setzen einige Unternehmen für die Wintersaison auf das bekannte Potenzial: Sonne pur. Der Münchener Reiseveranstalter FTI baut sein Hotelportfolio um 30 Prozent aus. Vor allem das sehr gute Preis-Leistungs-Verhältnis sieht Dietmar Gunz, Chef von FTI, als entscheidenden Vorteil an. Die Flugkapazitäten hat der Veranstalter an den Wochenenden stark ausgebaut.

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Wer jetzt nach Ägypten will, kann ebenfalls profitieren. Nach Berechnung von lastminute.de steht das Land an erster Stelle, wenn es um Luxus-Urlaub geht. Eine Woche im 5-Sterne Hotel inklusive Flug gab es kürzlich schon ab 398 Euro Auch Tunesien und die Türkei sind bei 5-Sterne-Häusern vergleichsweise billig, wenn auch etwas teurer als Ägypten. Insgesamt sind die Veranstalter recht zufrieden mit dem derzeitigen Sommergeschäft. Bei den meisten Unternehmen stiegen Gäste- und Umsatzzahlen im mittleren einstelligen Prozentbereich.

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