
Staatskrise ist nicht gleich Urlaubskrise - Bild-Chefredakteur Kai Diekmann macht es vor. Anfang des Jahres rebellierte er in der Bild noch gegen das Versagen der griechischen Politik. Nun postet er über sein Facebook-Account Bilder aus seinem Griechenland-Urlaub. Dem Chefredakteur dürfte es weniger um die Schnäppchen-Preise als vielmehr um das Symbol gegangen sein. Ein bisschen Solidarität mit unseren griechischen Partnern kann nicht schaden. Auch andere prominente Vertreter gesellen sich in den Kreis der Hellas-Unterstützer. Alltours-Chef Willi Verhuven warb eigens in einer Anzeige für Urlaub in Griechenland und wird in diesem Sommer auch eine Kreuzfahrt-Tour zu den griechischen Inseln unternehmen.
Niemand will nach Griechenland
Das war es zunächst an positiven Nachrichten für das Touristenziel Griechenland. Denn die Destination leidet wie derzeit keine Nation unter der Zurückhaltung der Touristen. Der Kölner Veranstalter Rewe Touristik meldet ein Buchungs-Minus von 28 Prozent in diesem Sommer. Bei Alltours, Thomas Cook und TUI sieht es nicht viel besser aus. Dabei würde sich Solidarität mit den Krisen-Griechen durchaus lohnen. Last-Minute-Anbieter haben Schnäppchen im Angebot, heißt es bei den Kurzfrist-Veranstaltern. Wochenangebote zwischen 400 und 750 Euro pro Person seien drin und durchaus günstig, heißt es bei nix-wie-weg.de.
Bild: dapdFlugpreise vergleichen
Fliegen ist nicht billig. Wer dennoch nicht auf die Flugreise verzichten möchte, sollte auf Online-Dienste zum Preisvergleich zurückgreifen. Bei Portalen wie Swoodoo, die den User direkt zum Anbieter weiterleiten, entfällt auch noch die Vermittlungsgebühr, die beispielsweise Expedia dafür verlangt, Kunden und Anbieter zusammenzubringen. Bei einigen Anbietern wie bei Qfly.de können Reisewillige angeben, wie viel sie bereit sind, für einen Flug auszugeben und sich überraschen lassen, wie weit sie damit kommen würden. Die Preisvergleiche lohnen aber nicht nur beim Flieger, sondern auch beim Mietwagen, dem Hotel oder der Ferienwohnung. Da lässt sich einiges sparen.
Bild: dpaWahl des Flughafens
Wer nicht auf einen Flughafen festgelegt ist, sollte sich auch die umliegenden Airports ansehen. Wer beispielsweise statt in Düsseldorf in Dortmund den Flieger besteigt, kann einige hundert Euro sparen. Und das bei gleicher Reisedauer und Zielort.
Bild: dpaGünstige Länder und Wechselkurse
So böse es sein mag: Die Schuldenkrise macht Länder wie Griechenland zu einem günstigen Urlaubsziel: Da viele Touristen nun wegbleiben, sind Hotels teilweise um 30 Prozent günstiger als vor Ausbruch der Schuldenkrise. Weitere Rabatte gibts bei den klassischen Badezielen wie der Türkei oder Mallorca. Auch die Wechselkurse können ein Land aus finanziellen Gründen attraktiv beziehungsweise unattraktiv machen: In Kroatien gibt es beispielsweise ein Drittel mehr fürs Geld, in der Türkei ist der Euro das 1,4-Fache wert.
Bild: dpa/dpawebFrühbucher- und Last-Minute-Rabatte
Bei aller Individualität lohnt auch ein Blick auf die Pauschalreisen. Das Rund-um-sorglos-Paket kann deutlich günstiger sein, als die selbst zusammengestellt Reise. Auch Last-Minute-Angebote und Frühbucherrabatte sollten genauestens unter die Lupe genommen werden. Mutige fahren mit gepacktem Koffer zum Flughafen und nehmen dort das günstigste Angebot.
Bild: dpa/dpawebNebensaison und Auktionen
Wer keine Rücksicht auf die Schulferien nehmen muss, sollte auf jeden Fall in der Nebensaison buchen. Die Deutsche Bahn bietet beispielsweise in der Nebensaison Städtetrips mit Hotelaufenthalt für wenig Geld an. Darüber hinaus lohnt sich der Blick auf die Online-Auktionsplattformen: Nicht jeder, der eine Reise oder ein Flug- oder Bahnticket bekommt, möchte die Reise auch antreten. Viele Tickets werden beispielsweise bei Ebay versteigert.
Bild: obsKreuzfahrt
Wer günstig eine Kreuzfahrt machen möchte, kann sich auf verschiedene Agenturen verlassen: Viele Ozeanfrachter bieten an, Passagiere mit auf ihre mehrwöchigen Versorgungstouren durch die Karbik oder Französisch Polynesien zu nehmen. Einige der Frachter haben sogar Pools und Fitnessräume - nur auf das Kapitänsdinner müssen die Passagiere verzichten.
Bild: APCouchsurfen
Wer Lust darauf hat, neue Leute kennen zu lernen und nicht unbedingt auf Luxus besteht, ist mit Couchsurfing gut bedient. Die meisten, die ihren Urlaub auf fremden Sofas, Gästebetten oder Isomatten verbracht haben, haben damit gute Erfahrungen gemacht. Reiseberichte gibt es online oder in gedruckter Form, beispielsweise „Ohne Geld bis ans Ende der Welt“ von Michael Wigge.
Bild: dpa/dpawebLogie für Arbeit
Wer es noch ein bisschen hemdsärmeliger möchte, kann sich seinen Urlaub auch im wahrsten Sinne des Wortes verdienen: Diverse Agenturen haben sich auf Touristen spezialisiert, die ein paar Stunden Hilfe bei der Weinlese oder der Olivenernte gegen Kost und Logis. In Deutschland bieten beispielsweise die Aktion Heugabel oder der Deutsche Alpenverein Urlaub gegen Arbeit an. wer es exotischer möchte, kann beispielsweise in Australien Babysitter für Kängurus spielen oder in Afrika Elefanten-Waisen betreuen. Allerdings sind gerade die sozialen Jobs eher rund-um-die-Uhr-Aufträge. Wer nur ein, zwei Stunden am Tag arbeiten und dann die Sonne genießen möchte, sollte vielleicht doch lieber Orangen pflücken als Flüchtlingscamps betreuen.
Flugpreise vergleichen
Fliegen ist nicht billig. Wer dennoch nicht auf die Flugreise verzichten möchte, sollte auf Online-Dienste zum Preisvergleich zurückgreifen. Bei Portalen wie Swoodoo, die den User direkt zum Anbieter weiterleiten, entfällt auch noch die Vermittlungsgebühr, die beispielsweise Expedia dafür verlangt, Kunden und Anbieter zusammenzubringen. Bei einigen Anbietern wie bei Qfly.de können Reisewillige angeben, wie viel sie bereit sind, für einen Flug auszugeben und sich überraschen lassen, wie weit sie damit kommen würden. Die Preisvergleiche lohnen aber nicht nur beim Flieger, sondern auch beim Mietwagen, dem Hotel oder der Ferienwohnung. Da lässt sich einiges sparen.
Krisen drücken die Preise. Auch in Nordafrika locken die Veranstalter mit gesunkenen Preisen. Allerdings entwickeln sich die Länder unterschiedlich. So ist Tunesien in diesem Jahr wieder zu alter Stärke zurück gekehrt. „Tunesien hat sein Comeback geschafft“, sagt Sören Hartmann, Chef von Rewe Touristik. Der Veranstalter, der sich als Marktführer in Tunesien sieht, verbuchte gar ein Plus von 92 Prozent. Damit gehört das Land nach dem tunesischen Frühling zu den Gewinnern dieses Sommers – zusammen mit Spanien, Portugal und der Türkei. Die Türkei ist aber teurer geworden. Mit etwa 1200 Euro für zwei Wochen muss man pro Person für einen All-Inclusive-Urlaub rechnen.
Günstiges Reiseziel Ägypten
Anders ist die Lage in Ägypten. Das Land erholt sich schleppend. Bei den Veranstaltern liegt die Destination – wenn überhaupt – leicht im Plus. Immerhin setzen einige Unternehmen für die Wintersaison auf das bekannte Potenzial: Sonne pur. Der Münchener Reiseveranstalter FTI baut sein Hotelportfolio um 30 Prozent aus. Vor allem das sehr gute Preis-Leistungs-Verhältnis sieht Dietmar Gunz, Chef von FTI, als entscheidenden Vorteil an. Die Flugkapazitäten hat der Veranstalter an den Wochenenden stark ausgebaut.
Wer jetzt nach Ägypten will, kann ebenfalls profitieren. Nach Berechnung von lastminute.de steht das Land an erster Stelle, wenn es um Luxus-Urlaub geht. Eine Woche im 5-Sterne Hotel inklusive Flug gab es kürzlich schon ab 398 Euro Auch Tunesien und die Türkei sind bei 5-Sterne-Häusern vergleichsweise billig, wenn auch etwas teurer als Ägypten. Insgesamt sind die Veranstalter recht zufrieden mit dem derzeitigen Sommergeschäft. Bei den meisten Unternehmen stiegen Gäste- und Umsatzzahlen im mittleren einstelligen Prozentbereich.
























