Reisen: Last-Minute: Bei Schnäppchenpreisen ist nicht immer alles gut

Reisen: Last-Minute: Bei Schnäppchenpreisen ist nicht immer alles gut

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Lastminute-Aushang am Flughafen

Kreta, 14 Tage für 324 Euro: Solche Preise klingen unglaublich. Doch per Lastminute gibt es noch das eine oder andere Schnäppchen für den Sommerurlaub. Vorausgesetzt: hohe Flexibilität. Denn die Veranstalter setzen zunehmend auf und so ist Lastminute heute nur noch der Verkauf von Reise-Restposten.

„Wir haben morgens gebucht und sind nachmittags geflogen.“ Lars Oldenbüttel, Lastminute-Vielbucher,  entschied sich spontan für den Urlaub im Frühling, „Super Lastminute“ nennen das einige Veranstalter. Zusätzlich noch das „Glückshotel“ – bei diesem „Roulette“ weiß der Urlauber nicht, wo er abends schläft – und dann ging es ab Hannover Airport auf die griechische Insel Kreta. Für 14 Tage und 324 Euro pro Person. „Wir haben Individualreisende auf der Insel getroffen, die nur für den Flug schon 400 Euro bezahlt hatten“, erinnert sich Oldenbüttel.

Die Erfahrung zeigt: Nachdem noch in jüngerer Vergangenheit Reiseveranstalter eine Ramschschlacht direkt am Flughafen führten, lohnt sich heute der zeitige Vergleich. Die besten Lastminute-Angebote gibt es oft nicht mehr am Abreisetag, sondern etwa 14 Tage vor Abflug. Grund: In der Hauptsaison werden vor allem die Flüge knapp, die Schnäppchen variieren im Ziel und Preis dann an den Lastminute-Countern am Flughafen zwar noch, aber sind längst nicht mehr so stark.

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Die Reiseveranstalter machen dazu selbst unterschiedliche Empfehlungen:

REWE Touristik

(u. a. Jahn-Reisen, ITS, Tjaereborg): „So kurzfristig wie möglich. In der Regel aber ab sechs Wochen vor gewünschter Abreise.“ Thomas Cook (u. a. Neckermann, Bucher Reisen): „Der beste Zeitpunkt, um eine Lastminutereise zu buchen, sind vier bis sechs Wochen vor Abreisetermin. Zwar kann man auch einen Tag vorher eine Reise buchen, aber muss dann Abstriche beim Reiseland machen.“ TUI (u. a. TUI, 1-2-fly): „Eine konkrete Empfehlung, wann und wo Last-Minute-Angebote am günstigsten sind, gibt es nicht.“

Sybille Zeuch, Pressesprecherin des Deutschen ReiseVerbandes: „Die Auswahl bei Lastminute-Reisen ist längst nicht so umfangreich wie etwa bei Frühbucher-Angeboten. Die Zeiten, in denen Reiseveranstalter große Kontingente für Lastminute vorgehalten haben, sind definitiv vorbei.“ Sprich: Die Reiseveranstalter haben sich schon seit Jahren eher auf großzügige Rabatte von Frühentschlossenen verlagert. Lastminute ist somit – ähnlich wie beim Kaufhaus mit den Klamotten vom letzten Sommer – das Abstoßen von Restposten.

Und bei Restposten ist nicht immer alles gut. Zeuch: „Lastminute muss nicht immer heißen, dass es besonders günstig ist. Es heißt nur, dass man auch kurzfristig noch in den wohlverdienten Urlaub kommt.“

Akribischer Vergleich der Angebote von Reisebüros siegt

Kaltschnauzigkeit und viel Recherche führen dennoch zum Erfolg. So preisen die unterschiedlichen Onlineportale ihre Marge unterschiedlich ein. Mit ein bisschen Routine erkennt der Urlauber schnell, auf welchen Websites sich die Angebote nahezu gleichen. Aber dennoch kann hier etwas aus dem Rahmen fallen.

Wenn etwa bei opodo.de eine Reise schon für einen niedrigen Preis aussortiert wird, muss das nicht zwangläufig bei expedia.de auch der Fall sein. Diese Erfahrung machen Urlauber immer wieder. „Ich vergleiche intensiv die Alternativen im Internet“, so Kreta-Urlauber Oldenbüttel. „Nur so lassen sich gute Angebote von clever kaschierten Mogelpackungen unterscheiden.“ Und: „Am Ende muss man dann schnell reagieren  – und einfach buchen.“

Beim Service und den Rechten muss der Lastminute-Urlauber dabei keine Abstriche in Kauf nehmen. Thema Sicherungsschein: Auf eine Aushändigung sollte auch hier bestanden werden, damit im Falle einer Veranstalterpleite die Kosten auch gedeckt sind. "Wichtig ist es, sich rechtzeitig im Vorfeld nach eventuell notwendigen Einreiseformalitäten oder nach empfohlener reisemedizinischer Gesundheitsvorsorge – wie etwa Impfungen – zu erkundigen ", warnt auch ReiseVerband-Pressesprecherin Zeuch.

Lars Oldenbüttel und seine Partnerin hatten Glück. Der Urlaub auf Kreta war geteilt: Eine Woche in einem brandneuen Apartment in Mátala, im Süden der Insel mit Küche, Wohnzimmer mit Kamin und zwei Schlafzimmer. Und die zweite Woche im nördlichen Mália, ein kleines, privat geführtes Hotel. Kostenloser Taxitransfer zwischen den beiden Unterkünften inklusive.

Kreta, Nord und Süd, 14 Tage: Lars Oldenbüttel ist überzeugter Lastminute-Bucher. „Ich schätze unsere Ersparnis beim Kreta-Urlaub pro Person auf etwa 500 Euro“, sagt Oldenbüttel. „Und es war alles perfekt organisiert.“

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