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Restaurantimperien: Sterneketten

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Der französische Koch Alain Ducasse kocht von Tokio bis Las Vegas

von Thorsten Firlus

Französische Spitzenköche haben mit ihrem Namen Restaurantgruppen aufgebaut.

Weder Alain Ducasse kann es noch Daniel Boulud, Gordon Ramsay, noch Thomas Keller: an zwei Orten gleichzeitig sein. Oder gar an 30. So viele Restaurants betrieb der französische Koch Ducasse im Jahr 2007, derzeit sind es 27. Weltweit. Von Tokio über Doha und London bis Las Vegas erstreckt sich sein Imperium. Und je nach Auftrag holt Ducasse mit seinen Mitarbeitern zuverlässig die begehrten Michelin-Sterne. Der gebürtige Franzose, der inzwischen die monegassische Staatsbürgerschaft angenommen hat, betreibt eine eigene Ausbildungsschule, ebenso bietet er Kochkurse für Amateure an, selbst eine eigene App ließ Ducasse programmieren. Über allen diesen Aktivitäten strahlen die je drei Michelin-Sterne seiner Restaurants in Paris im Hotel Plaza Athenée, in Monaco im Louis XV und in London im Hotel Dorchester.

Pierre Gagnaire "Berlin hat einen eigenen Geschmack"

Der französische Spitzenkoch spricht über den Standort Berlin und seine Restaurants als Familie der Ideen.

Pierre Gagnaire Quelle: imago/Christian Kielmann

Kollegen wie der Hobbytriathlet und Fernsehstar expandieren vor allem innerhalb ihrer Stadt, in Ramsays Falle ist das London. Dort steht er mit seinem Namen in elf Restaurants in der Verantwortung, nebenbei erlangte er weltweiten Ruhm für seine oftmals derben Sprüche in einer Kochshow im britischen Fernsehen. Zwischen all diesen Aktivitäten findet der Hobbysportler genug Zeit, um sich auf den Ironman am 12. Oktober in Hawaii vorzubereiten.

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Seine Kollegen Daniel Boulud, Jean-Georges Vongerichten oder der italienische Fernsehkoch Mario Batali haben in New York die Stadt mit ihren Dependancen erobert. Letzterer hat vor allem auf der Social-Media-Plattform Twitter großen Erfolg mit 519.000 Followern, gibt Rezepttipps und Küchenhilfe. Sein Markenzeichen sind orangefarbene Kunststoffschuhe.

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Die deutschen Spitzenköche hingegen expandieren, wenn überhaupt, regional. Die Strahlkraft der am höchsten bewerteten deutschen Köche wie Harald Wohlfahrt, Joachim Wissler oder Klaus Erfort nutzt keiner für eine Vermarktung im Ausland. Vielmehr legen sie wie die meisten ihrer Kollegen Wert darauf, in ihren Betrieben viel Präsenz zu zeigen. Lediglich der Mannheimer Koch Juan Amador wagte in den vergangenen Jahren den Sprung ins Ausland. Seine gleichnamige AG, die für die Aktivitäten im Ausland verantwortlich war, musste allerdings Insolvenz anmelden, derzeit betreibt Amador ausschließlich sein mit drei Sternen ausgezeichnetes Restaurant in Mannheim.

Ihre Namen erfolgreich vermarkten können hingegen Köche wie Johann Lafer, der rund um seine Stromburg mit zahlreichen Lizenzprodukten ein ganzes Universum aufgebaut hat, oder Alfons Schuhbeck, der mit dem Unternehmen Fuchs zusammen Gewürze und Fertiggerichte verkauft.

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