Rocket Internet: Größte Startups von Rocket Internet wachsen langsamer

Rocket Internet: Größte Startups von Rocket Internet wachsen langsamer

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Die größten Startups von Rocket Internet wachsen langsamer.

Der Umsatz von Rocket Internet steigt im ersten Quartal nur noch um 34 Prozent. Das Unternehmen reduziert seinen Firmenwert auf 5,3 Milliarden Euro. Aber am Unternehmensziel will Rocket-Chef Samwer nicht rütteln.

Die größten Firmen der Startup-Schmiede Rocket Internet haben sich zum Jahresstart schlechter entwickelt. Im ersten Quartal sei der Umsatz um durchschnittlich 34 Prozent auf 532 Millionen Euro geklettert, teilte das Berliner Unternehmen am Dienstag mit. Darin sei das Ergebnis des asiatischen Amazon -Klons Lazada nicht mehr enthalten, dessen Anteil an Alibaba verkauft wurde. Inklusive Lazada war Rocket mit seinen größten Beteiligungen im Vorjahreszeitraum noch auf Erlöse von 590 Millionen Euro gekommen und damit auf ein Plus von 149 Prozent im Vergleich zu 2014.

Die Startups, zu denen unter anderem der Essenslieferdienst Delivery Hero, der Kochbox-Anbieter HelloFresh, die Möbelhändler Westwing und Home24 sowie die in der Global Fashion Group gebündelten sechs Modehändler gehören, machen weiterhin Verluste. Vor Steuern und Abschreibungen (Ebitda) verringerten sich diese bei den zwölf größten Beteiligungen laut Rocket Internet im ersten Quartal allerdings um mehr als 40 Millionen Euro auf 141 Millionen Euro. "Wir halten an unserem Ziel fest, bis Ende 2017 drei Startups profitabel zu machen", sagte Rocket-Chef Oliver Samwer. Die Rocket-Aktie büßte nach anfänglichen Gewinnen bis zu 4,7 Prozent auf 21,24 Euro ein und lag damit deutlich unter dem Ausgabepreis von 42,50 Euro im Herbst 2014.

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Aktien des Start-ups Mit Rocket Internet geht es weiter bergab

Die Rocket-Krise hält weiter an: Die Aktien des Berliner Start-ups sind am Donnerstag erneut kräftig gefallen, nachdem sie bereits am Vortag um knapp 15 Prozent eingebrochen waren. Die Zweifel der Anleger wachsen.

Aktie auf Talfahrt: Zweifel der Anleger haben Rocket Internet am Donnerstag erneut zugesetzt. Quelle: REUTERS

Vor allem bei Home24 und Westwing führte die strengere Kostenkontrolle mit geringeren Marketingausgaben dazu, dass die Umsätze nur noch im einstelligen Prozentbereich zulegten. "Im Vergleich zum Marktstart geht das Wachstum irgendwann immer zurück", sagte Rocket-Chef Samwer. Kenias Onlinehändler Jumia und das lateinamerikanische Pendant Linio nahmen sogar weniger ein, was Rockets Finanzchef Peter Kimpel unter anderem mit Wechselkurseffekten begründete. "Bei Linio werden nun mehrere Optionen geprüft, darunter auch ein Ausstieg aus dem Unternehmen", kündigte Samwer an.

Investoren sind seit längerem verunsichert, ob die Firma letztlich mit ihrem Geschäftsmodell - dem Gründen und Verkaufen von Startups - Geld verdienen kann. Zuletzt machte Rocket Internet Schlagzeilen, weil das Unternehmen seine sechs Modehändler von gut drei Milliarden auf eine Milliarde Euro abwertete. Dies wie auch der Lazada-Verkauf führten nun zu einer Verringerung des Firmenwerts von Rocket auf 5,3 Milliarden Euro zu Ende April von noch knapp sechs Milliarden Euro im März.

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