Sandwich-Kette: Exodus bei Subway

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An immer weniger Orten werden Subway-Sandwiches belegt: In Deutschland ist fast ein Viertel der einstmals knapp 800 Restaurants verschwunden.

von Oliver Voß

Die Sandwich-Kette Subway kann das Restaurantsterben nicht stoppen. Ehemalige Franchisenehmer machen unter dem Namen Mr.Sub weiter – der Sandwich-Riese hält mit Klagen dagegen.

Kay Schitteck war lange Düsseldorfs Subway-König, dabei sieht er mit seinem Kapuzenpulli und Drei-Tage-Bart aus wie ein Student. Tatsächlich studiert der 33-jährige nebenbei Medizin, die Sandwich-Läden sollten eher nebenher laufen. Doch einer kam zum anderen und plötzlich betrieb der Franchiseunternehmer sieben von neun Filialen der US-Sandwichkette in Düsseldorf. In seinem Büro hängen gleich zehn gerahmte Auszeichnungen für Umsatzrekorde.

Doch damit ist jetzt Schluss: Schitteck hat an seine Läden provisorische Schilder mit dem Namen Mr. Sub montiert. Gleichzeitig wird er zum Anführer einer Sandwich-Revolte, Schitteck übernimmt den Vorstandsposten der jungen Mr.-Sub-Genossenschaft, die gegen Subway antritt.

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Denn der Düsseldorfer ist nur einer von vielen Abtrünnigen. 35 Läden firmieren inzwischen bundesweit als Mr.Sub. Gerade seien weitere zwölf übergelaufen, sagt Schitteck. Mehr als ein Dutzend ehemalige Subway-Betreiber haben sich zudem unter dem Namen Starsub zusammen geschlossen.

Frust der Franchisenehmer 

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Mr.Sub-Filiale in Düsseldorf: 35 ehemalige Subway-Läden sind bereits gewechselt

Seit mehr als zwei Jahren kämpft Subway nun schon gegen den Exodus der Lizenznehmer. Sie alle eint der Frust über das Franchise-System. Das Management sei mangelhaft, die Gegenleistung für die 12,5 Prozent des Umsatzes, die als Gebühr für Lizenz und den gemeinsamen Werbepool fällig werden, zu gering, lauten die Klagen.

Mit einem Zahlungsboykott versuchten Franchisenehmer Veränderungen zu erzwingen. Doch obwohl Firmengründer Fred de Luca persönlich zu Krisentreffen nach Deutschland kam und mit Hans Fux vor einem Jahr einen neuen Deutschland-Chef installierte, ging das Restaurantsterben weiter. Seit seinem Amtsantritt sank die Zahl der Filialen von mehr als 700 auf nun noch 612. Während Subway im Frühjahr weltweit McDonald´s als Fast-Food-Kette mit den meisten Filialen überholte, ist in Deutschland fast ein Viertel der einstmals knapp 800 Restaurants verschwunden. 

Doch obwohl es im Reich des Sandwich-Riesen seit einer Weile brodelt, hat Schitteck lange still gehalten. Eine Zeit lang galt er sogar als eine Art Vorzeigeunternehmer. Auf dem Regal mit dutzenden Ordnern steht noch ein Kristallpokal der das belegt: die Auszeichnung zu Deutschlands Subway-Franchisenehmer des Jahres 2007.

 

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