Schadenersatz: Bahn fordert 50 Millionen von Siemens

Schadenersatz: Bahn fordert 50 Millionen von Siemens

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Die neue Generation des ICE 3: Eigentlich sollen die Züge längst rollen. Nun will die Bahn offenbar Schadenersatz in Millionenhöhe von Siemens.

Quelle:dpa

Die Deutsche Bahn wartet seit Monaten vergeblich auf neue ICE-Züge. Nun fordert der Konzern laut einem Bericht Schadenersatz vom Hersteller Siemens. 45 bis 50 Millionen Euro sollen es sein.

Die Deutsche Bahn fordert einem Bericht zufolge für die verspätete Auslieferung von 16 ICE-3-Zügen Schadensersatz von der Herstellerfirma Siemens. Laut einem Bericht der "Bild am Sonntag" will die Bahn 45 bis 50 Millionen Euro erhalten. Die Züge hätten schon seit Ende vergangenen Jahres fahren sollen. Ein Bahnsprecher wollte die Meldung auf dpa-Nachfrage am Sonntag nicht kommentieren. Das Unternehmen äußere sich nicht zu laufenden Verhandlungen. Siemens war zunächst für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Erst vor wenigen Tagen war bekannt geworden, dass die Bahn zum Fahrplanwechsel im Dezember mit den ersten längst überfälligen ICE 3 von Siemens rechnen könne. Dann sollen 8 bis 10 der 16 bestellten Hochgeschwindigkeitszügen einsetzbar sein, wie Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) am Mittwoch nach einem Spitzentreffen mit beiden Konzernen in Berlin sagte. Damit komme endlich Verstärkung für die Inlandsflotte, die vor allem im störanfälligeren Winter kaum Reserven hat. Die restlichen Züge sollen im Laufe des kommenden Jahres ausgeliefert werden.

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Bahnchef Rüdiger Grube sagte, es könne aber keine Entwarnung gegeben werden. "Ich mache aus meiner Enttäuschung kein Hehl", sagte Grube. Die insgesamt mehr als 500 Millionen Euro teuren Züge seien 2008 eigentlich für Einsätze auf internationalen Strecken bestellt worden. Sie seien "für Deutschland viel zu teuer", sagte Grube. Die Züge sollen aber die Reserve im Inland verstärken. Wann die ICE in Belgien und Frankreich fahren könnten, sei vorerst nicht zu sagen, sagte Grube. Eine ursprünglich für dieses Jahr zu den Olympischen Spielen angestrebte Verbindung nach London sei erst deutlich nach 2013 realistisch.
Hintergrund der Lieferverzögerungen sind ungeklärte technische Fragen und neue Genehmigungsauflagen. Dies betrifft laut Grube etwa Radsatzdrehgestelle, Klimaanlagen und Bremsen. Damit die ersten ICE am 9.Dezember fahren können, wird nun für den 23. November die Zulassung des Eisenbahn-Bundesamts angestrebt, die für den Inlandsbetrieb mit zwei zusammengekoppelten Zugteilen nötig ist. Der Chef der Siemens-Bahnsparte, Hans-Jörg Grundmann, bedauerte die Verzögerung. "Wir sind dem Anspruch verpflichtet, Qualität zu liefern." Auch bei Regionalzügen machen der Bahn Lieferverzögerungen zu schaffen.

Quelle:  dpa
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