Schienenverkehr: Bahn-Konkurrenz weiter auf Erfolgskurs

Schienenverkehr: Bahn-Konkurrenz weiter auf Erfolgskurs

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Die Deutsche Bahn hat ihren aktuellen Wettbewerbsbericht vorgelegt.

Sonderposten auf den Rechnungen, Zuschläge, die nicht nachvollziehbar sind und nun droht die EU-Kommission mit einem Kartellverfahren. Die Bahn erregt häufig Unmut. Wird der heutige Wettbewerbsbericht der Deutsche Bahn AG Aufklärung bringen und die Gemüter beruhigen?

Die Vizepräsidentin der Bundesnetzagentur, Iris Henseler-Unger, stellt eine klare Forderung an den Bahn-Chef Rüdiger Grube: Die unübersichtliche Preiskalkulation muss offengelegt werden. Es fehlten Details, wie die Deutsche Bahn die Preise kalkuliere und wie sich diese zusammensetzten. Schon lange gibt es Forderungen nach mehr Transparenz, vor allem von der Konkurrenz. So zählt die Bahn-Tochter Netz AG zu den lukrativsten Sparten des Konzerns. Diese Tatsache weckt Begehrlichkeiten. Grube hingegen will das Monopol halten, gegen jeden Widerstand. Doch die Konkurrenten schlafen nicht und holen sich hohe Marktanteile.

Der nun veröffentlichte Wettbewerbsbericht der Deutsche Bahn AG zeigt, dass die Marktanteile der Konkurrenz besonders im Nahverkehr steigen. Noch in diesem Jahr wird die 25-Prozent-Hürde beim Marktanteil des Personennahverkehrs geknackt. Die Gewinner im Regionalverkehr sind die in Paris ansässigen Unternehmen Veolia und Keolis. Im vergangenen Jahr erhöhte sich ihr Anteil auf 155 Millionen Zugkilometer. Dies sind fast ein Viertel der gesamten Zugleistung im deutschen Nahverkehr.

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Auch im Schienengüterverkehr gewinnt die Konkurrenz an Fahrt. Ihr Markanteil beläuft sich auf 26 Prozent im Jahre 2011. Das Monopol hält die Deutsche Bahn lediglich im Personenfernverkehr. Hier waren es 2011 noch 24,1 Prozent. Doch die Konkurrenz wird dieses Jahr, laut Wettbewerbsbericht, zulegen - immerhin auf 25,5 Prozent. Weiterhin stellt der Bericht fest, dass das private Kapital sich zurückzieht. Dies wird unter anderem mit den erhöhten Anforderungen im Betrieb begründet.

EU-Kommission erhebt schwere Vorwürfe

Aller Wahrscheinlichkeit nach werden Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen mehrere große Aufträge mit einem Volumen von jeweils rund 25 Millionen Zugkilometern vergeben. Insgesamt werden die Länder und Verkehrsverbünde im Personennahverkehr mehr als 130 Millionen Zugkilometer vergeben.

Zugleich werden weitere schwere Vorwürfe bekannt. So soll die Deutsche Bahn AG überteuerten Strom an die Konkurrenten verkauft haben. Nun ist ein förmliches EU-Kartellverfahren gegen die Deutsche Bahn AG und ihrer Tochtergesellschaften eingeleitet worden. Es drohen hohe Geldbußen.

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