Schifffahrt: Reedereien gründen "Bad Bank" für Schiffe

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Schiffe im Hamburger Hafen

von Hermann J. Olbermann

Drei Hamburger Reedereien haben eine Schifffahrtsgesellschaft für notleidende Frachter gegründet.

Das neue Frachtschiff-Kontor soll von Insolvenz bedrohte Containerschiffe, Bulkcarrier und Schwergutschiffe aufkaufen. "Wir sind aber nicht nur für deutsche Reeder da", sagte der Geschäftsführende Gesellschafter und Sanierungsexperte Jan Duken, der das Kontor gemeinsam mit der Rickmers Reederei, der Reederei F. Laeisz und der Norddeutschen Reederei H. Schuldt aufgebaut hat, der WirtschaftsWoche. Zudem plant Duken die Einrichtung eines weiteren Kontors, das sich auf die Übernahme von Feederschiffen konzentrieren soll, kleine Frachter, die etwa zwischen Hamburg und den Ostseehäfen verkehren. Diese Gesellschaft will Duken zusammen mit einem Reeder aus dem Emsland einrichten.

Das bereits gegründete Frachtschiff-Kontor erwarb schon vier Containerschiffe zu insgesamt rund 100 Millionen Dollar. Gespräche über den Kauf von sieben weiteren Schiffen zu insgesamt 150 bis 200 Millionen Dollar liefen, sagte Duken der WirtschaftsWoche. "In drei bis fünf Jahren sind die Preise für gebrauchte Schiffe wieder gestiegen", so Duken. Dann will das Kontor seine Schiffe wieder verkaufen. "Das Modell funktioniert nur in einer Kombination aus Kaufpreis und Teilentschuldung des Reeders durch die Banken", sagte Duken.

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