Seit fünf Jahren ohne Gewinn: Air Berlin erwägt Preiserhöhungen

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Seit fünf Jahren ohne Gewinn: Air Berlin erwägt Preiserhöhungen

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Start einer Air Berlin-Maschine.

Um das Eigenkapital aufzubessern, will die angeschlagene Fluggesellschaft Air Berlin einige ihrer Flugzeuge verkaufen. Auch Preiserhöhungen sind nicht mehr ausgeschlossen.

Air Berlin will seine dünne Kapitaldecke mit dem Verkauf von acht Flugzeugen aufbessern. Die Veräußerung werde das Eigenkapital verbessern und die Liquidität erhöhen, hieß es am Mittwoch im Air-Berlin-Quartalsbericht. Es werde erwartet, dass die Eigenkapitalquote Ende des Jahres höher sein werde als Ende 2011. Ende Juni lag die Kennzahl bei vier Prozent. Seitdem sei das Eigenkapital aber bereits wieder gestiegen - allein im Juli um 60 Millionen Euro.

Air Berlin war im zweiten Quartal - wie bereits bekannt - wegen der hohen Kerosinpreise noch tiefer in die roten Zahlen geflogen. Der Nettoverlust lag bei 66,2 Millionen Euro nach einem Fehlbetrag von 43,9 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz des Lufthansa -Konkurrenten zog um 1,7 Prozent auf 1,135 Milliarden Euro an.

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Air Berlin will auch über höhere Preise 2013 zurück in die Gewinnzone. Das erklärte der Finanzchef der schuldengeplagten Fluggesellschaft, Ulf Hüttmeyer, bei der Vorstellung der Halbjahresergebnisse. Er bezog sich dabei vor allem auf die Durchschnittspreise, die durch die Aufgabe von unrentablen Billigstrecken und die Eröffnung von Langstreckenverbindungen gestiegen seien. Er schloss aber auch höhere Flugpreise für einzelne Verbindungen nicht aus.

"Wir werden versuchen, ein adäquates Preisbild im Markt zu platzieren", sagte Hüttmeyer. Er und Vorstandschef Hartmut Mehdorn bekräftigten das Ziel, Air Berlin solle 2013 wieder profitabel wirtschaften. "Und dann aber nachhaltig", sagte Mehdorn. Für das zweite Quartal 2012 wies die Bilanz allerdings einen auf 66,2 Millionen Euro erhöhten Nettoverlust (Vorjahreszeitraum: 43,9 Millionen) auf. Hüttmeyer begründete das mit Steuergutschriften im zweiten Quartal 2011.

Statt der geplanten 45 Millionen hätten 50 Millionen Euro eingespart werden können, sagte Hüttmeyer. Er bekräftigte das Ziel, 2012 insgesamt 230 Millionen Euro zu erreichen. Die Vorausbuchungen im dritten Quartal liefen "so, wie wir es uns gewünscht haben". Bis zum Ende des Jahres will Air Berlin sich von acht Flugzeugen trennen, so dass die Gesamtzahl "um die 150" betragen wird, wie Hüttmeyer sagte.

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