Selbstanzeige: Hoeneß will vorerst schweigen

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Selbstanzeige: Hoeneß will vorerst schweigen

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Gegen Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung. Er hatte sich selbst angezeigt.

Mit einer Selbstanzeige ist Uli Hoeneß ins Visier der Steuerfahnder geraten. Der Bayern-Präsident zog die Notbremse, um straffrei zu bleiben. Sein Ruf als Saubermann ist ramponiert.

Nach einer Selbstanzeige beim Finanzamt geht es für den Präsidenten des FC Bayern München nicht nur um Geld und Straffreiheit, sondern auch um sein Ansehen, das nach den Enthüllungen des Wochenendes mehr als angekratzt ist. Das öffentliche Bild des streitbaren Vordenkers und populären Klartextredners mit hohen Wertvorstellungen über den Fußball hinaus muss womöglich ganz neu gezeichnet werden. "Ich darf im Moment nichts sagen, denn ich befinde mich in einem schwebenden Verfahren. Sie können sich vorstellen, dass mir vieles auf der Zunge liegt, aber ich muss erst mit den Behörden meine Hausaufgaben machen," sagte Uli Hoeneß der "Süddeutschen Zeitung".

Der „Focus“ zitierte aus einer schriftlichen Stellungnahme, die Hoeneß dem Magazin übermittelt habe: „Ich habe im Januar 2013 über meinen Steuerberater beim Finanzamt eine Selbstanzeige eingereicht.“ Diese hänge „mit einem Konto von mir in der Schweiz“ zusammen.
Laut Oberstaatsanwalt Heidenreich sei die „Prüfung auf Wirksamkeit und Vollständigkeit der Selbstanzeige“ Gegenstand des Verfahrens. Belegbare Angaben über die im Raum stehenden Summen gibt es nicht. Auch eine Sprecherin der Münchner Staatsanwaltschaft wollte keine näheren Angaben zum Fall machen. Seehofer sagte der Onlineausgabe der Münchner „Abendzeitung“ am Samstag bei einem Termin in München, er sei bereits vor „einer geraumen Zeit“ über das Verfahren informiert worden. „Das müssen jetzt die Justiz- und Finanzbehörden regeln.“

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Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hielt sich zurück. „Jeder Kommentar von mir wäre einfach falsch“, erklärte er auf einer Dienstreise in Washington. Die politische Opposition im Bund und in Bayern hielt sich im Wahlkampfjahr dagegen nicht mit lauter Kritik an den Unionsparteien und dem CSU-Sympathisanten Hoeneß zurück.

Ein geheimes Konto in der Schweiz könnte Uli Hoeneß teuer zu stehen kommen: Die Staatsanwaltschaft München II ermittelt gegen den 61 Jahre alten Sportfunktionär und Unternehmer wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung, wie der „Focus“ in seiner aktuellen Ausgabe, die am Montag erscheint, schreibt. Das Nachrichtenmagazin, dessen Herausgeber Helmut Markwort dem Verwaltungsbeirat des FC Bayern angehört, berief sich auf Oberstaatsanwalt Ken Heidenreich und Hoeneß selbst. Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) erklärte, schon seit längerem Kenntnis von dem Verfahren zu haben.

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