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Service: Checkliste Last-Minute-Reisen

von Jörg Stroisch

Das Schlagwort Lastminute wird als Werbung fast inflationär gebraucht. Und nicht immer verbirgt sich hinter dem plakativen "reduziert" tatsächlich ein Schnäppchen. Eine Checkliste für den Lastminute-Urlaub.

Lastminute-Aushang am Quelle: AP
Lastminute-Aushang am Flughafen Quelle: AP

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Wer richtig vergleichen will, sollte etwa einen Monat vor der Abreise schon flächendeckend die Angebote im Markt kontrollieren und so ein Gefühl für den normalen Preis einer Reise erhalten. Echte Lastminute-Angebote gibt es eigentlich erst etwa zwei Wochen vor der möglichen Abreise, aber hier können sich die Angebote von Veranstalter zu Veranstalter auch unterscheiden. Rahmenbedingungen festlegen: Eine Preisobergrenze, ein – möglichst langer - Zeithorizont und die Reisedauer sollte der Reisende ebenfalls kennen. Nur so macht der Vergleich Sinn. Wer sich allerdings beim Abflughafen und dem Reiseziel zu sehr einschränkt, bekommt kaum Schnäppchen. Abreiseflexibilität: Wer unbedingt von Sonntag bis Sonntag fliegen möchte, der wird schwer ein Schnäppchen finden. Eine gewisse Flexibilität beim Abreisetag ist deshalb wichtig. Reisezeiten außerhalb der Hauptsaison und Flüge in der Woche sind günstiger. Preisvergleich: Nur wer intensiv vergleicht, bekommt ein echtes Schnäppchen. „Lastminute“ oder „reduziert“ bedeutet dabei noch lange nicht, dass das Angebot wirklich günstig ist. Zum Vergleich ist das Internet ideal geeignet, aber auch die Beratung im Reisebüro kann helfen. Und: Pauschal ist nicht gleich pauschal. Es ist sehr wichtig, bis zum konkreten Reiseangebot zu klicken. Denn dann gibt es manche Überraschung, beispielsweise beim Abflughafen – „Frankfurt/Hahn“ ist eben nicht „Frankfurt/Main“ – oder auch bei mancher Leistung. So kann der Transfer vom Ferienflughafen zum Hotel nicht inklusive sein. Und schon ist das scheinbar günstigste Angebot doch nicht mehr so günstig. Schneller Klick: Vorsicht vor dem schnellen, unüberlegten Klick. Mit der Buchung kommt ein gültiger Vertrag zustande, der nur noch mit zum Teil hohen Gebühren storniert werden kann.

Versicherung:

Auf eine Auslandskrankenversicherung sollte der Lastminute-Urlauber nicht verzichten. Hier gibt es günstige Jahresangebote, die dann nicht nur für den Lastminute-Urlaub gelten, sondern beispielsweise auch auf der Reise in das Nachbarland. Außerdem sollte eine weltweit gültige private Haftpflichtversicherung abgeschlossen sein, ein spezieller Reiseschutz ist hier nicht empfehlenswert. Gepäckversicherungen sind generell fast immer sinnlos und eine Reiserücktrittsversicherung zumindest bei dem Kurzfristurlaub eher von fragwürdigem Nutzen. Rechte: Last-Minute-Reisende haben die gleichen Rechte wie Katalogbucher. Mit unzumutbaren Unterkünften, schlechter Reiseplanung, Probleme mit der Fluggesellschaft bei Hin- und Rückflug oder ähnlichem muss sich niemand zufrieden geben. Sicherungsschein: Eine Lastminute-Reise ohne den Original-Sicherungsschein kann im Desaster enden. Wenn der Veranstalter pleite geht, bleibt der Urlauber dann auf eigenen Kosten im Urlaubsland und muss selbst Geld nachschießen. Erst nach der Übergabe des Original-Sicherungsscheins und der offiziellen Reisebestätigung sollte der Urlaub komplett gezahlt werden. Immer wieder wichtig: der kritische Blick in die AGB des Vertriebs und Reiseveranstalters.

2 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 13.06.2008, 00:16 UhrAnonymer Benutzer: Imperator

    Kleine Tipps kann man mit solchen Artikeln immer wieder mal erhalten. ich fand's hilfreich.

  • 11.06.2008, 11:33 UhrAnonymer Benutzer: Georg Schindler

    Kaum zu etwas gut.

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