Sicherheitstechnik: Das Geschäft mit der Angst boomt

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Sicherheitstechnik: Das Geschäft mit der Angst boomt

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Auf frischer Tat - Die Zahl der Einbrüche ist 2012 um neun Prozent gestiegen.

Die Zahl der Einbrüche ist 2012 stark gestiegen. Ob bewachte Wohnquartiere, Video-Analysesysteme oder Superverriegelung: Das Geschäft mit der Furcht vor Brand und Diebstahl blüht.

Eigentlich ist Babette Vogler, 31 Jahre, anthrazitfarbener Hosenanzug und freundliches Lächeln, nur Betriebswirtin. Doch was sie in den Heinrich Heine Gärten in Düsseldorf vollbringt, geht weit über ihr Wissen aus dem Studium hinaus.

Als "Concierge", heißt es in dem Prospekt der Nobelwohnanlage im Westen der Stadt, wacht die Anfangdreißigerin "mithilfe modernster Technik über die Sicherheit und schützt die Privatsphäre der Bewohner". Sie "organisiert und überwacht" zusammen mit Kollegen vielfältige Dienstleistungen - "vom Shuttle-Service zum Flughafen über Handwerker oder Reinigungspersonal bis hin zum Wäscheservice und zur Versorgung von Haustieren oder Pflanzen". Und von der Lobby aus hat die Dame für alles per Videoüberwachung stets jeden wichtigen Winkel inklusive Aus- und Einfahrt zur Tiefgarage im Blick.

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Die 180 Millionen Euro teure Anlage, in der bis Ende 2014 rund 378 Wohnungen entstehen sollen, zählt zu den noch seltenen Quartieren in Deutschland, in denen es sich nicht nur luxuriös, sondern auch sicher logieren lässt. Im Carloft in Berlin-Kreuzberg etwa können die Bewohner ihr Auto mit dem Aufzug zum Parken auf die eigene Terrasse befördern – immerhin stecken Raudis gern schon mal Oberklasselimousinen in Brand. Um die Heinrich Heine Gärten in Düsseldorf steht rund um das Gelände - künftig verborgen in einer 1,50 Meter hohen Hecke - ein Stahlgitterzaun. Video-Gegensprechanlagen an allen Zugängen sorgen für Kontrolle, ein ständiger Wachdienst ist eine Option für die Zukunft. "Für uns ist das ein kleines Segment im Immobiliengeschäft, aber ein feines", sagt Benno Maubach, Niederlassungsleiter der Immobiliengesellschaft Frankonia Eurobau, die Bauherr, Makler und Manager der Anlage in einem ist.

Einbruchdiebstahl Beklaut, versichert und sehr verärgert

Einbrüche nehmen zu. Hausratversicherungen sollen zumindest vor finanziellem Schaden schützen. Doch viele Betroffene fühlen sich übervorteilt. Was Versicherte tun können, um sich zu schützen.

Einbrecher dringt in Wohnung ein

Bunker in der Wohnung

Seit Jahren nehmen die Wohnungseinbrüche in Deutschland stark zu. Nach Angaben der Versicherungswirtschaft belaufen sich die Schäden auf rund 600 Millionen Euro jährlich, die Aufklärungsquote liegt bei bescheidenen 16 Prozent. Zudem ziehen ältere Menschen, die mit den Jahren ängstlicher werden, vermehrt wieder in die Stadt. Das nährt die Nachfrage nach mehr Sicherheit in jedweder Form. "Wir beobachten zunehmend eine Verschiebung von Firmenkunden hin zu privaten Kunden", sagt Andreas Falke, Geschäftsleitung Vertrieb und Marketing beim Sicherheitsspezialisten Haverkamp. Der Mittelständler in Münster hat alles im Programm, was Einbrecher abschreckt, vom alarmgesicherten Zaun über die sprengwirkungshemmende Fensterfolie bis zum "Panik-Raum", eine Art Bunker in der eigenen Wohnung.

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