Sinkende Ölpreise: Kunden zahlen weniger für Express-Sendungen

Sinkende Ölpreise: Kunden zahlen weniger für Express-Sendungen

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Die Plackerei der Paketzusteller-Profis

Die sinkenden Ölpreise drücken auch die Preise von Express-Sendungen von DHL und TNT. Kunden müssen demnach in Zukunft weniger bezahlen.

Der sinkende Ölpreis lässt die Preise von Express-Sendungen für Kunden günstiger werden. Express-Riesen wie die Post -Tochter DHL, der niederländische Wettbewerber TNT Express oder der deutsche Anbieter DPD verlangen weniger Kerosin- oder Dieselzuschläge für den Transport eiliger Sendungen.

Bei internationalen Expresssendungen der Post-Tochter DHL ist der Kerosin-Zuschlag gesunken - im November wurden für den Aufschlag 16 Prozent des Netto-Sendungspreises fällig, im Januar 2015 nur noch 14,5 Prozent. Der Zuschlag ist an einen US-Index für die Entwicklung der Kerosin-Preise gekoppelt - er wird also mit einer Zeitverzögerung an Preisausschläge bei Kerosin nach oben oder unten angepasst. Für die Gewinne des Konzerns spielen die sinkenden Ölpreise einer Sprecherin zufolge aber eine geringe Rolle: "Gesamthaft ist der Nettoeffekt auf das Konzernergebnis eher klein."

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Auch beim deutschen Paket- und Expressdienstleister DPD sinken einem Sprecher zufolge die Treibstoff-Zuschläge. Bei der Luftfracht betreffe dies die Aufschläge für Kerosin, bei Transporten von Paketen im Inland die Diesel-Zuschläge, sagte er am Donnerstag. Bei DPD sank der Kerosinzuschlag von 13,5 Prozent im Oktober auf zwölf Prozent im Dezember.

Wirtschaftliche Aussichten Wie tief der Ölpreis noch fällt

Für Autofahrer und Besitzer von Ölheizungen ist die Lage derzeit erfreulich: Der Ölpreis ist dramatisch gesunken – Resultat des weltweit stark gestiegenen Angebots. Wie tief der Preis noch fallen wird.

Quelle: Marcel Stahn für WirtschaftsWoche

Auch beim niederländischen Express-Konzern TNT Express wird ein Kerosin-Zuschlag bei eiligen Sendungen rund um den Globus fällig - dieser ist zwischen Dezember und Januar von 17,5 auf 16,5 Prozent gesunken. Profit schlage TNT Express aber nicht aus dem Zuschlag, betonte ein Sprecher.

Er sagte ebenfalls, dass sich die sinkenden Ölpreise nicht notwendig auch in den Bilanzen niederschlagen müssen. Er verwies etwa auf die Steuern, die an der Tanksäule fällig würden und dafür sorgten, dass sich die Diesel-Preise für die TNT-Fahrzeugflotte nicht so schnell bewegten wie dies bei Rohöl der Fall sei.

Bei Luftfracht habe TNT Express zudem langfristige Verträge mit den Fluggesellschaften geschlossen. Diese basierten noch auf höheren Preisen.

Der Ölpreis hatte in den vergangenen Wochen immer neue Tiefststände erreicht. Am Mittwoch war der Preis für die wichtige Nordseesorte Brent erstmals seit fast sechs Jahren unter die Marke von 50 Dollar je Fass gerutscht.

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