Sky gegen Telekom: Fußball für die junge Zielgruppe

Sky gegen Telekom: Endspurt um die Bundesliga-TV-Rechte

« 6 / 6

Fußball für die junge Zielgruppe

Der aktuelle Marktwert von Lucas Barrios (BVB) liegt bei etwa 13 Millionen Euro. Damit büßt der Superstürmer der Meistersaison 4 Millionen Euro ein.

Bild: dapd

Zwar gibt es ligainterne Planspiele, neue Sonderwerbeformen außerhalb der Werbeblöcke einzuführen, damit die Sender mehr Geld rund um den Fußball verdienen könnten. DFL-Geschäftsführer Seifert deutete dies jüngst an. Details sind noch nicht bekannt. Kenner der Szene erwarten, dass beispielsweise Einzelspots während laufender Spielberichte ab der Saison 2013/14 eingeführt werden könnten. Zehn Millionen Euro Mehreinnahmen seien durch solche Extras pro Saison durchaus drin, sagt ein Werbeexperte.

Doch das dürfte vornehmlich die ARD animieren, mehr Geld für die Rechte auf den Tisch zu legen. Denn für das Erste hat der Fußball immense strategische Bedeutung: „Die Bundesliga ist für uns ein Vehikel, um junge Zuschauer an das Gesamtprogramm heranzuführen“, sagt ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky. Geht die ARD leer aus, fürchten zudem viele Intendanten ein erneutes Anschwellen der ewigen Gebührendebatte. Und auch Sky-Chef Sullivan hatte im vergangenen Herbst zu verstehen gegeben, mittlerweile ganz gut mit der „Sportschau“ leben zu können. Er setzt inzwischen selbst auf das Internet. Dort käme ein starker Konkurrent ungelegen.

Mit Abstand

Für Sat.1 und womöglich auch den TV-Marktführer RTL könnten dagegen die Rechte für den Samstagabend nach 21.45 Uhr interessant sein. Dort ist die Liga ohnehin nicht wirklich glücklich mit dem aktuellen Rechteinhaber ZDF. Das Zweite zeichnet sein „Aktuelles Sportstudio“ nur auf und strahlt es frühestens ab 23 Uhr aus. Nachdem die Mainzer Sat.1 im vergangenen Jahr für 54 Millionen Euro bereits die Rechte an der Champions League ab der kommenden Saison vor der Nase weggekauft hatten, könnte nun der Privatsender zum Zuge kommen.

Weitere Interessenten sind die Münchner Sportsman Media Group, die Partner der DFL bei der Auslandsvermarktung ist, den Online-Sportsender Laola1.tv betreibt und als einer der 15 Bieter gehandelt wird, sowie der Online-Ableger der „Bild“-Zeitung aus dem Berliner Springer Verlag. Ihnen blieben zum Beispiel die Spiele der zweiten Liga oder ein neues Online-Paket, in dem die Zusammenfassung gegen Bezahlung bereits am Samstag ab 18.15 Uhr angeboten wird. Der Internet-Riese Google, der mit seinem Angebot Google-TV einen Neustart versucht, hält sich wie gewohnt völlig bedeckt.

weitere Links zum Artikel

Anzeige

Vodafone-Chef Friedrich Joussen verfolgt das Geschacher um die Kicker-Rechte mit großem Abstand von seinem weitläufigen Büro im elften Stock der Unternehmenszentrale im Düsseldorfer Gewerbegebiet Seestern. „In Deutschland“, sagt er, nachdem er sich aus dem Bieterkampf zurückgezogen hat, „schafft es derzeit kein Anbieter, eine Rendite für den Erwerb seiner Fußballrechte zu bekommen.

weitere Fotostrecken

Blogs

Wer ist Tumblr? Yahoo-Übernahmeziel in Deutschland bereits auf Rang 5
Wer ist Tumblr? Yahoo-Übernahmeziel in Deutschland bereits auf Rang 5

Das Blognetzwerk Tumblr steht exemplarisch für einen Internet-Dienst, den viele schon mal angeklickt haben dürften, ohne...

    Folgen Sie uns im Social Web

Das Aktuelle Heft

Wirtschaftswoche

WirtschaftsWoche 21 vom 18.05.2013

iTunes Vorschau - WirtschaftsWoche

WirtschaftsWoche Shop

Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.