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Spartenverkauf: NSN verkauft Glasfasersparte

03. Dezember 2012
Der Telefonnetz-Ausrüster NSN verkauft seine Glasfasersparte an einen Finanzinvestor. Quelle: REUTERSBild vergrößern
Der Telefonnetz-Ausrüster NSN verkauft seine Glasfasersparte an einen Finanzinvestor. Quelle: REUTERS

Nokia Siemens Network wird saniert. Nun hat das Telekommunikations-Unternehmen seine Glasfasersparte an einen Finanzinvestor verkauft. 1900 Mitarbeiter müssen wechseln.

Im Zuge seiner Sanierung hat der Telefonnetz-Ausrüster Nokia Siemens Network (NSN) seine Glasfasersparte an einen Finanzinvestor verkauft. Marlin Equity Partners übernehme das Geschäftsfeld und wolle es als eigenständige Firma weiterführen, teilte NSN, eine gemeinsame Tochter von Siemens und Nokia, am Montag mit. Im Zuge des Verkaufs würden 1900 Mitarbeiter wechseln.

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Marlin werde die finanzielle Ausstattung des Geschäftsfelds stärken, versprach Manager Pat DiPietro. "Wir sind zu den nötigen Investitionen bereit, um in diesem Segment einen neuen Marktführer aufzubauen und den langfristigen Nutzen für unsere Kunden in der ganzen Welt zu erhöhen", kündigte er an. Die neue Firma konkurriert nun als eigenständige Einheit mit einem alten Rivalen in der direkten Nachbarschaft, der Adva Optical Networking aus Martinsried bei München.

Mit der Trennung hakt NSN einen Posten auf seiner Ausstiegsliste ab. Das finnisch-deutsche Unternehmen will sich künftig auf Breitband-Mobilfunktechnik verlegen und verkauft derzeit alle Randbereiche. Teil der mittlerweile dritten Sanierungsrunde ist auch ein massiver Stellenabbau, den NSN bereits weitgehend eingefädelt hat. Vorstandschef Rajeev Suri streicht gut 20.000 der weltweit 74.000 Stellen, davon 3000 in Deutschland. Außerdem werden Standorte geschlossen. Mit den Einschnitten will sich der krisengeschüttelte Telefonnetzausrüster nach einer langen Verlustperiode dauerhaft in den schwarze Zahlen halten.

NSN leidet seit Jahren unter der harten Konkurrenz aus Asien, vor allem unter den niedrigen Preisen von Huawei und ZTE. Die Zukunft der Gemeinschaftsfirma ist offen, im Frühjahr läuft der Joint-Venture-Vertrag zwischen Siemens und Nokia aus. In der Vergangenheit waren Versuche, NSN-Anteile an Dritte zu verkaufen, erfolglos geblieben. Experten rechnen damit, dass die beiden Großkonzerne zunächst gemeinsam bei der Tochter weitermachen, bis sich deren wirtschaftliche Lage gebessert hat.

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