SpiceJet: Indischer Billigflieger bestellt 205 Jets bei Boeing

SpiceJet: Indischer Billigflieger bestellt 205 Jets bei Boeing

, aktualisiert 13. Januar 2017, 12:13 Uhr
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Ein SpiceJet-Flieger hebt im indischen Ahmedabad ab.

SpiceJet reicht bei Boeing eine milliardenschwere Bestellung ein: Die indische Billig-Fluggesellschaft ordert bis zu 205 Maschinen vom Typ 737 MAX im Wert von bis zu 22 Milliarden Dollar.

Boeing hat einen Milliarden-Deal an Bord gezogen: Die indische Fluggesellschaft SpiceJet will bis zu 205 Flugzeuge des Airbus-Konkurrenten im Wert von bis zu 22 Milliarden Dollar kaufen. Das Unternehmen teilte am Freitag mit, 155 Jets bereits bestellt zu haben. Zudem sei eine Option für 50 weitere Flugzeuge vereinbart worden.

Bei der Bestellung handle es sich um Maschinen vom Typ 737 MAX. Darin enthalten sei eine Order von 55 Flugzeugen, auf die man sich mit Boeing bereits 2014 geeinigt habe.

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Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg ist das der größte Deal, den Boeing je mit einer indischen Airline geschlossen hat. Derzeit haben sowohl Boeing als auch Konkurrent Airbus mit schleppenden Verkäufen und einer hohen Zahl an zurückgestellten Auslieferungen zu kämpfen. Die Vereinbarung mit SpiceJet ermöglicht es Boeing zudem, in Indien Fuß zu fassen. Denn die meisten Konkurrenten des Billigfliegers setzen dort auf Airbus-Maschinen, so Bloomberg.

Mit Ausnahme von Indien und China habe Boeing in Asien schon vor dem neuen Deal gute Geschäfte gemacht, zitiert Bloomberg Richard Aboulafia, Luftfahrt-Analyst der Teal Group.

Der indische Markt wird als besonders vielversprechend gesehen, Experten erwarten starkes Wachstum im Flugverkehr. Durch den steigenden Wohlstand wächst die Mittelklasse, die verstärkt auf Flieger statt Züge setzt.

Die Billig-Airline SpiceJet bietet seit 2005 Linienflüge an. Nach wirtschaftlicher Schieflage im Jahr 2014 erhielt die Airline Anfang 2015 eine Kapitalspritze des Unternehmers und Mit-Gründers Ajay Singh, der derzeit die Mehrheit hält. Es werden vor allem Ziele innerhalb Indiens angeflogen, auch einige Städte in Südostasien werden bedient.

Airbus will im Geschäft mit Passagierjets seinen US-Erzrivalen Boeing trotz schwächelnder Aufträge überholen. Bis 2019 werde der europäische Flugzeugbauer mehr Maschinen ausliefern als die Amerikaner, sagte Fabrice Bregier, Chef von Airbus Commercial, am Mittwoch. Im vergangenen Jahr konnte der Konzern den Abstand auf Boeing verkürzen. 688 Maschinen übergab Airbus an die Kunden, ein Plus von acht Prozent. Damit lag der paneuropäische Hersteller auch über dem Planziel von mehr als 670 Maschinen. Bei den Bestellungen ließ Airbus Boeing trotz eines Rückgang bereits hinter sich.

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