Sportrechtevermarkter: Chinesischer Investor Dalian Wanda kauft Infront

Sportrechtevermarkter: Chinesischer Investor Dalian Wanda kauft Infront

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Erst im Januar ist Jianlin Wang mit 45 Millionen Euro bei Atletico Madrid eingestiegen

Die chinesische Dalian-Wanda-Gruppe hat den Fußball-WM-Vermarkter Infront gekauft. Der Schweizer Sportrechtevermarkter will damit seine Expansionsstrategie finanzieren.

Die chinesische Wanda-Gruppe hat den Schweizer Sportrechtevermarkter Infront für 1,05 Milliarden Euro übernommen. Das Konglomerat unter Kontrolle des Magnaten Wang Jianlin wird 68,2 Prozent der Infront-Anteile halten. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet unter Berufung auf Wanda-Vertreter, dass drei bislang unbekannte chinesische und globale Investoren die restlichen Anteile übernehmen.

Die Dalian Wanda Group ist Chinas größter Immobilienkonzern und hält die größte Kino-Kette der Welt. "Dieser Zukauf ermöglichte es Wanda, mit einem Zug zu einem globalen Führer in der Sportindustrie zu werden", sagte der Vorstandsvorsitzende Wang Jianlin nach der Vertragsunterzeichnung in Peking. "Neben Infront wird Wanda noch zwei weitere Kulturgesellschaften übernehmen." Weitere Details zu den geplanten Zukäufen nannte er nicht.

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Die umsatzstärksten Fußballclubs

  • Platz 20

    Everton

    Position im Vorjahr: -
    Umsatz 2014*: 144,1 Mio. Euro

    Umsatz 2013*: 100,8 Mio. Euro

    *Exklusive Transfererlöse

  • Platz 19

    Newcastle United

    Position im Vorjahr: -
    Umsatz 2014*: 155,1 Mio. Euro

    Umsatz 2013*: 111,9 Mio. Euro

    *Exklusive Transfererlöse

  • Platz 18

    Galatasaray

    Position im Vorjahr: 16
    Umsatz 2014*: 161,9 Mio. Euro

    Umsatz 2013*: 157,0 Mio. Euro

    *Exklusive Transfererlöse

  • Platz 17

    Inter Mailand

    Position im Vorjahr: 15
    Umsatz 2014*: 164,0 Mio. Euro

    Umsatz 2013*: 164,5 Mio. Euro

    *Exklusive Transfererlöse

  • Platz 16

    SSC Neapel

    Position im Vorjahr: -
    Umsatz 2014*: 164,8 Mio. Euro

    Umsatz 2013*: 116,4 Mio. Euro

    *Exklusive Transfererlöse

  • Platz 15

    Atlético Madrid

    Position im Vorjahr: 20
    Umsatz 2014*: 169,9 Mio. Euro

    Umsatz 2013*: 120,0 Mio. Euro

    *Exklusive Transfererlöse

  • Platz 14

    FC Schalke 04

    Position im Vorjahr: 13
    Umsatz 2014*: 213,9 Mio. Euro

    Umsatz 2013*: 198,2 Mio. Euro

    *Exklusive Transfererlöse

  • Platz 13

    Tottenham Hotspur

    Position im Vorjahr: 14
    Umsatz 2014*: 215,8 Mio. Euro

    Umsatz 2013*: 172,0 Mio. Euro

    *Exklusive Transfererlöse

  • Platz 12

    AC Mailand

    Position im Vorjahr: 10
    Umsatz 2014*: 249,7 Mio. Euro

    Umsatz 2013*: 263,5 Mio. Euro

    *Exklusive Transfererlöse

  • Platz 11

    Borussia Dortmund

    Position im Vorjahr: 11
    Umsatz 2014*: 261,5 Mio. Euro

    Umsatz 2013*: 256,2 Mio. Euro

    *Exklusive Transfererlöse

  • Platz 10

    Juventus Turin

    Position im Vorjahr: 9
    Umsatz 2014*: 279,4 Mio. Euro

    Umsatz 2013*: 272,4 Mio. Euro

    *Exklusive Transfererlöse

  • Platz 9

    Liverpool

    Position im Vorjahr: 12
    Umsatz 2014*: 305,9 Mio. Euro

    Umsatz 2013*: 240,6 Mio. Euro

    *Exklusive Transfererlöse

  • Platz 8

    Arsenal

    Position im Vorjahr: 8
    Umsatz 2014*: 359,3 Mio. Euro

    Umsatz 2013*: 284,3 Mio. Euro

    *Exklusive Transfererlöse

  • Platz 7

    Chelsea

    Position im Vorjahr: 7
    Umsatz 2014*: 387,9 Mio. Euro

    Umsatz 2013*: 303,45 Mio. Euro

    *Exklusive Transfererlöse

  • Platz 6

    Manchester City

    Position im Vorjahr: 6
    Umsatz 2014*: 414,4 Mio. Euro

    Umsatz 2013*: 316,2 Mio. Euro

    *Exklusive Transfererlöse

  • Platz 5

    Paris Saint-Germain

    Position im Vorjahr: 5
    Umsatz 2014*: 474,2 Mio. Euro

    Umsatz 2013*: 398,8 Mio. Euro

    *Exklusive Transfererlöse

  • Platz 4

    FC Barcelona

    Position im Vorjahr: 2
    Umsatz 2014*: 484,6 Mio. Euro

    Umsatz 2013*: 482,6 Mio. Euro

    *Exklusive Transfererlöse

  • Platz 3

    FC Bayern München

    Position im Vorjahr: 3
    Umsatz 2014*: 487,5 Mio. Euro

    Umsatz 2013*: 431,2 Mio. Euro

    *Exklusive Transfererlöse

  • Platz 2

    Manchester United

    Position im Vorjahr: 4
    Umsatz 2014*: 518,0 Mio. Euro

    Umsatz 2013*: 423,8 Mio. Euro

    *Exklusive Transfererlöse

  • Platz 1

    Real Madrid

    Position im Vorjahr: 1
    Umsatz 2014*: 549,5 Mio. Euro

    Umsatz 2013*: 518,9 Mio. Euro

    *Exklusive Transfererlöse

    Quelle: Deloitte

Experten schätzen Wangs Vermögen auf 15 Milliarden Euro, womit er zu den reichsten chinesischen Unternehmern gehört. Derzeit investiert Wang vor allem außerhalb Chinas, um sein Konglomerat breiter aufzustellen. Im vergangenen Jahr erwarb eine Dalian-Tochter das Madrider Wahrzeichen "Edificio Espana", ein 117 Meter hohes Hochhaus in Madrid. Zudem zählt Wang mit einer Beteiligung von 45 Millionen Euro zu den Großaktionären des Fußballklubs Atletico Madrid.

Seit Monaten auf Käufersuche

Die Kultur-Sparte von Wanda, zu der auch der US-Kinobetreiber AMC gehört, hatte den Umsatz im vergangenen Jahr auf umgerechnet rund 4,8 Milliarden Euro verdoppelt. Für 2015 rechnet Wang mit einer Umsatzsteigerung auf 6,3 Milliarden Euro. Einen Großteil des Wachstums wird Infront ausmachen, das im vergangenen Jahr 800 Millionen Euro umgesetzt hat.

Infront vermarktet neben Fußball-Großveranstaltungen vor allem Wintersport-Events und ist unter anderem auch im Handball und Volleyball aktiv. Erst kürzlich hat Infront zwei große Aufträge an Land gezogen: Ende Januar hatte der DFB bekannt gegeben, dass Infront den DFB-Pokal ab der Spielzeit 2016/2017 komplett vermarkten wird. Zudem werden die Schweizer auch die Vermarktung der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC übernehmen. Bei dem Sportrechtevermarkter ist seit Jahren auch Ex-Nationalspieler Günter Netzer tätig. Er ist Executive Director und Mitglied der Geschäftsführung.

Infront ist im Jahr 2002 als Ableger des dem zerfallenden Kirch-Imperium entstanden und sich vor allem auf den Rechte-Verkauf für große Fußball-Turniere konzentriert. Vor drei Jahren hatte der britische Finanzinvestor Bridgepoint das Unternehmen für geschätzte 550 Millionen Euro gekauft.

Im vergangenen September hatte Infront-Chef Philippe Blatter, Neffe von Fifa-Präsident Sepp Blatter, angekündigt, für seine Expansionsstrategie frisches Geld und neue Investoren zu benötigen – der jetzt mit Wang gefunden ist. Blatter wird das Unternehmen laut einer Mitteilung weiterhin führen.

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