Steuerpolitik: PwC fordert Modernisierung des Steuerrechts

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exklusivSteuerpolitik: PwC fordert Modernisierung des Steuerrechts

von Mark Fehr

In der Diskussion um Steuertricks internationaler Konzerne fordert das größte Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsunternehmen PwC die Politik zum Handeln auf.

"Die aggressive Steuerplanung ist auch Zeichen dafür, dass das Steuerrecht nicht mehr passt in eine Wirtschaft, bei der Dienstleistungen und digitale Kommunikation eine immer größere Rolle spielen", sagte PwC-Chef Dennis Nally der WirtschaftsWoche. Das Steuerrecht stamme aus Zeiten, als die Wirtschaft dominiert gewesen sei von industrieller Produktion und dem Export von Waren. "Die digitalisierte Welt braucht ein neues Steuerrecht", fordert Nally. Das Gespräch fand statt, kurz bevor der Luxemburger Steuerskandal bekannt wurde, durch den auch PwC wegen seiner Rolle als Berater in die Kritik geriet. Nally steht seit 2009 an der Spitze von PwC, dem weltgrößten Netzwerk von Wirtschaftsprüfern und Steuerberatern.

Nach Meinung des PwC-Chefs instrumentalisierten Staaten die Steuerpolitik und böten günstige Konditionen, um Unternehmen anzulocken. Die CEOs internationaler Unternehmen müssten Steuern sparen, was sie ihren Eigentümern und Mitarbeitern schuldig seien. Zu Luxemburg erklärte PwC nach dem Gespräch mit Nally, dass seine Beratung stets in Einklang mit den jeweils geltenden Steuergesetzen stehe und sich die jüngsten Medienberichte unter Koordination des International Consortium of Investigative Journalists (ICIJ) auf unvollständige, illegale und veraltete Informationen bezögen.

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Bei Fragen zu Aktivitäten von PwC in Steueroasen wie den karibischen Cayman Islands, den britischen Kanalinseln oder Malta gab Nally sich wortkarg. PwC sei als globales Netzwerk überall dort aktiv, wo Unternehmen seien.

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