"Strategie 2020": Deutsche Post setzt auf Schwellenländer

"Strategie 2020": Deutsche Post setzt auf Schwellenländer

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Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Post, Frank Appel, hat die "Strategie 2020" vorgestellt.

Post-Chef Frank Appel hat die Strategie des Unternehmens bis 2020 vorgestellt. Die Deutsche Post will dank des boomenden Online-Handels und des Wachstums in Schwellenländern deutlich mehr verdienen.

Den Erfolg im deutschen Paketgeschäft - hier ist die Deutsche Post mit klarem Abstand Marktführer - will Konzernchef Frank Appel in andere Länder exportieren. Den Anfang sollen dabei die Benelux-Länder, Polen, die Tschechische Republik und Indien machen, kündigte Appel bei der Vorlage seiner neuen "Strategie 2020" am Mittwoch in Frankfurt an. Der Post-Chef will bei der Expansion bis 2020 ohne große Zukäufe auskommen: "Finanzielle oder strategische Abenteuer wird dieser Vorstand nicht eingehen." Die Post-Welt will Appel ebenfalls nicht neu erfinden: Seine neue Strategie sei "keine Revolution, sondern eine Weiterentwicklung".

Die Post solle bis 2020 deutlich mehr verdienen, kündigte Appel an. Der Konzern peile auf Basis des operativen Gewinns (Ebit) von 2,86 Milliarden Euro 2013 ein jährliches Ergebniswachstum von durchschnittlich mehr als acht Prozent pro Jahr an. Rein rechnerisch würde die Post damit 2020 einen operativen Gewinn von rund fünf Milliarden Euro erzielen. In den DHL-Bereichen rund um das Expressgeschäft und die Logistik rechnet Appel dabei mit einem Ebit-Wachstum von jährlich rund zehn Prozent, in der Briefsparte mit dem boomenden Paket-Geschäft sollen es rund drei Prozent sein.

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Marktführer in Asien

Das Paketgeschäft boomt, die Post hatte in Deutschland im vergangenen Jahr erstmals mehr als eine Milliarde Pakete ausgeliefert. Denn immer mehr Kunden bestellen ihre Waren bei Online-Händlern wie Amazon oder Zalando, Dienstleister wie die Deutsche Post, UPS, FedEx oder TNT liefern sie dann aus. Die Post ist dabei in Deutschland Marktführer - und "gerade in Europa gibt es etliche Paketmärkte mit ähnlicher Struktur wie in Deutschland", sagte Appel. "Diese werden wir Schritt für Schritt erschließen", betont er - eine Kampfansage auch an Konkurrenten wie die niederländische TNT.

Zulegen will die Post aber auch in Schwellenländern. Im Expressgeschäft ist sie bereits in Asien Marktführer. Bis 2020 solle der Anteil der Wachstumsmärkte am Konzernumsatz von derzeit rund 20 Prozent auf dann etwa 30 Prozent gesteigert werden, kündigte Appel an.

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Die Finanzstrategie bleibe unverändert, versicherte der Manager. Dies gelte auch für die Ausschüttungsquote bei der Dividende. Überschüssige Liquidität solle weiter vornehmlich für die Ausfinanzierung von Pensionsverpflichtungen eingesetzt sowie für Aktienrückkäufe oder Sonderdividenden verwendet werden.

Appel hatte zuletzt 2009 eine Mittelfrist-Strategie vorgestellt, die bis 2015 gilt. Im kommenden Jahr soll das Ebit bei 3,35 bis 3,55 Milliarden Euro liegen, bekräftigte er am Mittwoch erneut. Im vergangenen Jahr lag es bei 2,86 Milliarden Euro. Für 2014 plant Appel mit einem operativen Gewinn zwischen 2,9 und 3,1 Milliarden Euro.

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