Streik bei Iberia: Erfolgreiche Billig-Töchter

Streik bei Iberia: Zwei-Klassengesellschaft im Cockpit

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Erfolgreiche Billig-Töchter

HLX - Start am 7. Dezember 2012

Das neue Portal von L-Tur mit der URL www.hlx.com geht am 7. Dezember 2012 an den Start. HLX baut komplette Urlaubsreisen mit Flug, Übernachtung und Extras von Verpflegung bis Transfers à la Minute nach den Wünschen des Kunden zusammen und vergleicht den eigenen Preis mit den Angeboten von 160 Wettbewerbern.

Im Unterschied zu vielen anderen Reise-Portalen vergleicht HLX keine vorgeschnürten Pakete, sondern greift auf 220 Millionen mögliche Kombinationen von Flug und Hotel aus dem Bestand der Reiseanbieter zu und zimmert ein persönliches Paket.

Quelle: Screenshot

Dass sich große Fluggesellschaften eine Billigtochter in der eigenen Branche gönnen, ist schon mehr die Regel denn die Ausnahme. Seit 2009 gehört die Niedrig-Preis-Fluggesellschaft Germanwings vollständig zur Lufthansa-Familie. Singapore Airlines und die Air France-KLM-Gruppe arbeiten an ihren Billigflug-Konzepten in Form von Tochterunternehmen.

Billig-Airlines haben in den vergangenen Jahren der etablierten Fluggesellschaften Kunden abgegraben. Im gesamten deutschen Luftverkehr liegt der Anteil der Low Cost-Flüge bei über 30 Prozent. Europas größte Billig-Fluggesellschaft ist Ryanair mit wöchentlich mehr als 10.700 Starts allein im Juli 2011, gefolgt von Easyjet, Air Berlin und flybe. Auch Airlines wie Norwegian, Aer Lingus und Germanwings gehören zu den Top Ten. Norwegian orderte erst kürzlich 222 Passagiermaschinen bei Boeing und Airbus - Listenpreis rund 16,7 Milliarden Euro. Über den Rabatt schweigen sich die Vertragsparteien aus. Konzernchef Bjørn Kjos sieht seine Milliarden trotz düsteren Konjunkturaussichten gut investiert. Der weltweite Flugverkehr werde ständig zunehmen und die Einsparungen durch verminderte Treibstoffkosten von bis zu 30 Prozent seien enorm.

Sparpotenzial ist das große Thema der Billigairlines. Wenn der Service auf ein Minimum reduziert ist, stellt sich die Frage, wie die Ticketpreise noch weiter gedrückt werden können. Nach Ansicht von Cockpit-Sprecher Handwerg entscheidet jedoch nicht der Posten Löhne und Gehälter über Erfolg oder Misserfolg einer Airline. Er sieht das Management in der Pflicht . "Die Personalkosten haben noch nie zum Scheitern einer Airline geführt. Jüngstes Beispiel ist Cirrus, die eher bei den niedrigsten Tarifverträgen im Cockpit aller Airlines in Deutschland liegen und nun im Insolvenzverfahren sind."

Infografik Deutschlands größte Flughäfen

Passagier- und Frachtaufkommen, Starts und Landungen sowie Nachtflugverbote auf Deutschlands größten Flughäfen.

Infografik: Deutschlands größte Flughäfen

Die kleine saarländische Fluggesellschaft Cirrus hatte am Montag beim Amtsgericht Saarbrücken einen Antrag auf Insolvenz gestellt. Die Flotte besteht aus sieben Flugzeugen, die Routen zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz anbietet. Bei Cirrus Airlines sind 300 Mitarbeiter beschäftigt. Mit der Pleite der Airline wird die zum Jahresanfang eingeführte Luftverkehrssteuer in Verbindung gebracht.

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