Streik bei Iberia: Luftverkehrssteuer belastet das Geschäft

Streik bei Iberia: Zwei-Klassengesellschaft im Cockpit

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Luftverkehrssteuer belastet das Geschäft

Michael O`Leary Quelle: AP
Der Vorsitzende der Billigfluglinie Ryanair, Michael O`Leary hat Grund zu Luftsprüngen: Ryanair ist mit über 10.700 Starts allein im Juli 2011 die größte Billig-Fluggesellschaft in Europa. Quelle: AP

Für die etablierten Billig-Airlines war 2011 kein schlechtes Jahr. Neben einigen kleinen Gesellschaften, vergrößerten insbesondere Ryanair und Easyjet mit jeweils zehn neuen Strecken ihr deutsches Streckennetz im Low Cost-Segment. Im Gesamtblick ging die Zahl der Strecken in Deutschland allerdings um 7,5 Prozent zurück.

Air Berlin und Germanwings etwa mussten im Vergleich zum Vorjahr Rückgänge verzeichnen. Ein Grund dafür dürfte die im Januar 2011 neu eingeführte Luftverkehrssteuer in Deutschland sein. Seitdem reduzierte sich das Flugangebot der Billigflieger insgesamt um rund 60 Flüge pro Woche. Easyjet verzeichnet für das erste Quartal im neuen Geschäftsjahr bereits einen Gewinnanstieg um 16,7 Prozent und hat rund 8 Prozent mehr Passagiere als im Vorjahreszeitraum befördert.

Piloten-Proteste bislang ohne Erfolg

In solche Zahlen möchte Iberia mit der Billigtochter auch kommen. Trotz der Proteste der Piloten. Vier Arbeitsniederlegungen gab es bisher seit Dezember, jedoch ohne Erfolg. Das Iberia-Management bleibt mit seinen Plänen auf Kurs. Im März sollen die ersten vier Flugzeuge mit Kurz- und Mittelstrecken von und nach Madrid starten, so der Plan. Vier Maschinen des Typs Airbus A320 sind dafür vorgesehen.

Bis Ende 2012 will Iberia auf 14 Flugzeuge erhöht haben und weitere Flüge innerhalb Spaniens und Europas anbieten. Dafür braucht sie Cockpit-Personal und sammelt Bewerbungen von Piloten und Flugbegleiter, die auch für weniger Geld arbeiten. Nach Angaben des Konzerns haben sich bereits 2.000 Piloten für Iberia Express beworben.

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