Streikandrohnung: Lufthansa streicht 3800 statt 200 Flüge

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Streikandrohnung: Lufthansa streicht 3800 statt 200 Flüge

, aktualisiert 31. März 2014, 15:03 Uhr

Wegen der Streikdrohung ihrer Piloten stellt die Lufthansa ihren Flugbetrieb ab Mittwoch für drei Tage weitgehend ein. Betroffen seien rund 425.000 Fluggäste, teilte die Airline am Montag mit.

Die Lufthansa streicht wegen des Streiks der Piloten von Mittwoch bis Freitag 3800 Flüge. Das teilte die Fluggesellschaft am Montag mit. Davon seien voraussichtlich mehr als 425.000 Passagiere betroffen. Die Piloten wollen von Mittwoch bis Freitag drei komplette Tage streiken, um ihrer Forderung nach mehr Geld und der Beibehaltung einer betriebsinternen Frührente Nachdruck zu verleihen.

Zuvor war noch die Rede von 200 Streichungen gewesen. Die Fluglinie hatte eine erste Liste mit mehr als 200 abgesagten Interkontinentalflügen veröffentlicht. Bereits für Dienstag sind erste Flüge nach Nordamerika gestrichen. In der vergangenen Woche hatte Lufthansa beim weit kürzeren Warnstreik des Flughafenpersonals rund 600 Verbindungen gestrichen.

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Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hatte in der vergangenen Woche einen dreitägigen Vollstreik von diesem Mittwoch bis Freitag angekündigt. Betroffen wären die Gesellschaften Lufthansa, Lufthansa Cargo und Germanwings. Die Konzerntöchter Swiss und Austrian Airlines haben eigene Tarifverträge und würden von einem Ausstand bei der Lufthansa nur insofern berührt, dass Umsteigeverbindungen auf Lufthansa-Flüge gefährdet sind. Lufthansa fliegt täglich rund 1800 Verbindungen. Für innerdeutsche Flüge wird bei Streiks regelmäßig die Bahn als Alternative genutzt.

Bei vorangegangenen Streiks hatte die Airline mit ihren Ersatzflugplänen das Ziel verfolgt, den Normalbetrieb möglichst schnell nach Streikende wieder zu erreichen. Dafür ist es wichtig, dass sich Maschinen und Crews zum Streikende an den Plätzen befinden, an denen sie auch planmäßig zu sein hätten. Das kann dazu führen, dass während der Streiktage die Flüge eher großzügiger gestrichen werden und einzelne Crews für mehrere Tage im Ausland bleiben müssen.

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Knackpunkt und Streikanlass sind die von Lufthansa einseitig gekündigten Übergangsrenten, die den Piloten bislang ein vorzeitiges Ausscheiden aus dem Beruf ermöglicht hatten. In einer Urabstimmung hatten die rund 5400 Piloten zu 99,1 Prozent für einen Arbeitskampf zu diesem Thema gestimmt.

Am Sonntag hatte es nach Angaben der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit noch einmal Verhandlungen zu den Übergangsrenten gegeben. Lufthansa habe ihren Vorschlag noch einmal erläutert, aber nicht verbessert, sagte VC-Tarifexpertin Ilona Ritter der Nachrichtenagentur dpa: „Wir hatten nichts missverstanden. Lufthansa will die bisherigen Regelungen verschlechtern und zudem eine Generationenteilung.“ VC verlange aber eine einheitliche Regelung, die auch für die jüngeren Kollegen gelten müsse. Dafür habe man eine Deckelung der Kosten angeboten, worauf Lufthansa aber nicht eingegangen sei.

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