Streit um duale Mülltrennung: Was passiert mit dem Grünen Punkt?

Streit um duale Mülltrennung: Was passiert mit dem Grünen Punkt?

Vor mehr als 20 Jahren wurde der Grüne Punkt eingeführt - nun wächst die Kritik am dualen System der Mülltrennung. Der Verband kommunaler Unternehmen bezeichnet das System als gescheitert

Die Kommunen wollen die Entsorgung von Verpackungen (Grüner Punkt) wieder selbst organisieren. Das duale System sei gescheitert, sagte der Vize-Präsident des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU), Patrick Hasenkamp, am Donnerstag in Berlin. Eine vom VKU in Auftrag gegebene Studie habe ergeben, dass nur 20 Prozent des Mülls aus der gelben Tonne wiederverwertet würden. Außerdem trennten die Bürger ihre Abfälle immer seltener.

Seit 1991 sammeln, sortieren und verwerten private Entsorger in Deutschland Verpackungsabfälle. Sie werden von Firmen wie dem Dualen System Deutschland (Grüner Punkt) beauftragt - Hersteller von Verpackungen müssen Gebühren für die Sammlung und Entsorgung entrichten. Weil immer häufiger von Herstellern nicht bezahlte Verpackungsabfälle in der gelben Tonne oder dem gelben Sack landen, arbeitet die Bundesregierung an einer Reform.

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Das duale System sollte die Kommunen entlasten - aber die Verpackungsabfälle gelten in Zeiten zunehmenden Revcyclings auch als lukrativ. Seit Jahren streiten Kommunen und private Entsorger um Zugriffsrechte. Hasenkamp argumentierte, Kommunen könnten im Gegensatz zu Unternehmen auf den Ort zugeschnittene Verwertungssysteme anbieten. „Es gibt auf der örtlichen Ebene das Bedürfnis, dass die Menschen mitentscheiden.“ Außerdem seien dann die Kosten transparenter, da sie über die Müllgebühren erhoben würden.

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