Stromausfälle: Jeder Sturm ein Risiko für die Stromversorgung

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Eine Anzeigetafel im Hauptbahnhof weist in Köln auf witterungsbedingte Störungen im Bahnverkehr hin. Das Sturmtief «Niklas» zog von Westen kommend über NRW und richtete vielerorts Sachschaden an.

von Dieter Dürand

Lex Hartman, Geschäftsführer des Netzbetreibers Tennet, fordert einen Ausbau der Höchstspannungsnetze.

Mit Blick auf die angespannte Situation bei den Stromnetzen müsse die Politik noch vor dem Sommer den Ausbau der Höchstspannungsnetze beschließen. „Noch haben wir alles im Griff, aber ohne Netzausbau kann die Lage außer Kontrolle geraten“, sagte Lex Hartman, Geschäftsführer des Netzbetreibers Tennet, der WirtschaftsWoche. Derzeit müssten durchschnittlich drei Mal am Tag größere Stromausfälle verhindert werden, vor zehn Jahren reichten drei Eingriffe pro Jahr. Die Kosten für diese Eingriffe lagen 2014 bei rund 250 Millionen Euro, rechnete das Unternehmen aus. 2013 waren es noch 150 Millionen.

Bei Stürmen wie derzeit müssten immer öfter Windturbinen zwangsweise abgeschaltet werden. Zeitweise legte Tennet bis zu 450 Megawatt still. Das entspricht der Leistung eines mittleren Kohlekraftwerks.

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Blackouts infolge eines Kurzschlusses bei Wartungsarbeiten wie jüngst bei Amsterdam seien aber eher unwahrscheinlich. Alle Kreisläufe seien doppelt abgesichert. Warum die Station gut eine Stunde außer Gefecht war, wird noch untersucht. Erst danach lasse sich sagen, ob die Panne auch für das deutsche Netz Konsequenzen habe.

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