Studie: Berater zu teuer und zu unflexibel

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Studie: Berater zu teuer und zu unflexibel

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Das Leistungsprofil vieler Beratungsunternehmen stimmt nicht mit den Anforderungen der Kunden überein.

von Hans-Jürgen Klesse

Viele große Beratungsunternehmen sind aus Kundensicht zu teuer und nicht flexibel genug, den internationalen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften mit ihren Beratungsabteilungen mangelt es außerdem häufig am nötigen Spezialwissen. Das zeigt eine Studie der Zürcher Beratungsgesellschaft Cardea.

Viele große Beratungsunternehmen sind aus Kundensicht zu teuer und nicht flexibel genug, den internationalen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften mit ihren Beratungsabteilungen mangelt es außerdem häufig am nötigen Spezialwissen. Das sind die wichtigsten Ergebnisse einer Trendstudie der Zürcher Metaberatung Cardea, die vor allem Großunternehmen beim Einkauf von Beratungsleistungen hilft.

„Unsere Studie zeigt, dass das Leistungsprofil vieler Beratungsunternehmen nicht mit den Anforderungen der Kunden übereinstimmt“, sagt Cardea-Partnerin Eva Manger-Wiemann.Von den großen internationalen Strategiehäusern wie McKinsey, Boston Consulting Group oder Bain fordern 90 Prozent der befragten Kunden ein besseres Preis-Leistungsverhältnis, die internationalen Wirtschaftsprüfer wie Deloitte, KPMG oder PriceWaterhouseCoopers und die mittelgroßen Berater wie Roland Berger oder A.T. Kearney schneiden mit je 73 Prozent kaum besser ab. Bei den Prüfern sehen darüber hinaus 70 Prozent der Kunden Nachholbedarf beim Fachwissen.

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Besseres Preis-/ Leistungsverhältnis (zum Vergrößern bitte anklicken) Quelle: Cardea AG

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Bild: Cardea AG

Fraglich ist aus Kundensicht auch, ob die Wirtschaftsprüfer mit ihrer Strategie richtig liegen, die eigenen Consultingsparten durch Übernahme kleinerer oder mittlerer Beratungshäuser auszubauen. „Nur ein Drittel der befragten Kunden wünschen sich eine Beratung aus einer Hand“, sagt Manger-Wiemann. Nur bei operativen Projekten, wie etwa Kostensenkungsprogrammen und funktionalen Optimierungen, wird den Prüfern die nötige Kompetenz zugetraut. Bei Strategieprojekten zur Anpassung bestehender Geschäftsmodelle haben die Beratungssparten der Prüfer dagegen ganz schlechte Karten: Nur 24 Prozent der Befragten würden bei einem Strategieprojekt einen Wirtschaftsprüfer zum Zuge kommen lassen. Besser sieht es bei Umsetzungsprojekten aus, da würden 40 Prozent der Befragten die Berater einer Prüfgesellschaften beauftragen.

Mehrwert der Beratung (zum Vergrößern bitte anklicken) Quelle: Cardea AG

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Bild: Cardea AG

Allerdings sehen die „richtigen“ Berater je nach Projekttyp auch nicht immer gut aus. Bei Strategieprojekte schneiden die spezialisierten Bouthique-Anbieter wie etwa Simon Kucher, Kerkhoff Consulting oder H&Z kaum besser ab als die Prüfer: Gerade mal 27 Prozent der Kunden würden einem der kleinen Berater so ein Projekt anvertrauen. Etwas mehr Kompetenz wird den Spezialisten bei Umsetzungsprojekten eingeräumt: Die Hälfte der Kunden würden eine der Bouthiquen in Erwägung ziehen. Die besten Umsetzungsberater sind aus Kundensicht die mittelgroßen Consultinghäuser wie Oliver Wyman, A.T. Kearney oder Roland Berger, große Anbieter wie BCG oder McKinsey haben hier mit 23 Prozent Zustimmung die schlechtesten Karten.

consultingsearcher by cardea

Die Cardea-Berater setzen mit ihrem eigenen Beratungsprodukt genau an dieser Stelle an: Weil vor allem viele Kunden aus dem Mittelstand den Beratungsmarkt nicht gut genug kennen, um für komplexe Projekte den geeigneten Berater zu finden, hat Cardea die Internet-Suchmaschine Consultingsearcher entwickelt. Über WirtschaftsWoche Online haben Unternehmen Zugang zu dieser Online-Datenbank, in der von Cardea zertifizierte Berater mit ihren Projekten gelistet sind. Die Auswahl erfolgt mit Hilfe einer detaillierten Suchmaske.

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2 Kommentare zu Studie: Berater zu teuer und zu unflexibel

  • Liebes WiWo-Team,
    zur Info: der Link zur Seite von consultingsearcher.com ist fehlerhaft.
    Viele Grüße,
    Oliver Müller-Marc
    ensego Unternehmensberatung München
    http://www.ensego.de

  • Ich habe selbst oft mit diesen Beratungsfirmen zusammen gearbeitet und kann nur sagen es sind in der Regel junge Menschen gerade vom Studium kommend die in den Unternehmen tage- und wochenlange Interviews mit den Mitarbeitern des Unternehmens führen um heraus zu bekommen was Sache ist. Anschließend machen diese Bubis und Mädels Vorschläge wie alles besser laufen könnte. Meistens kommen disse Vorschläge aus den Interviews von den Mitarbeitern der Unternehmen, werden aber verkauft als Ideen der Beratungsfirmen. Würden die Unternehmen mehr auf die eigenen Mitarbeiter hören so könnten sie viel Geld sparen.

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