Studie: Die Pflegeform ist vom Wohnort abhängig

Studie: Die Pflegeform ist vom Wohnort abhängig

, aktualisiert 24. November 2016, 14:57 Uhr
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Die Häufigkeit bestimmter Pflegeformen unterscheidet sich von Stadt zu Stadt.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Pflege kann sich laut einer Studie von Wohnort zu Wohnort unterscheiden. So gibt es Städte die zum Beispiel eine stärker ausgeprägte Heimpflege als eine ambulante haben. Das wird durch bestimmte Faktoren beeinflusst.

BerlinDie Art der Pflege in Deutschland ist einer Studie zufolge wesentlich abhängig vom Wohnort der Betroffenen. „Zugespitzt könnte man sagen, dass die Versorgungsform auch von der Postleitzahl abhängt“, sagte der Chef der Barmer GEK, Christoph Straub, am Donnerstag in Berlin unter Berufung auf den neuen Pflegereport seiner Krankenkasse. So nehme etwa in Schleswig-Holstein die stationäre Pflege die größte Rolle ein. Hier würden 40,5 Prozent der Pflegebedürftigen in Heimen betreut. In den meisten anderen Regionen liege die Quote nahe am Bundesdurchschnitt von 29 Prozent. Die geringste Bedeutung hat die Unterbringung im Heim in Brandenburg mit knapp 23 Prozent.

Die ambulante Pflege zu Hause wiederum ist in den Stadtstaaten Hamburg und Bremen sowie in Ostdeutschland besonders stark verbreitet. In Hamburg würden 29,2 und in Sachsen 29 Prozent der Pflegebedürftigen entsprechend versorgt, dicht gefolgt von Bremen, Brandenburg und

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Mecklenburg-Vorpommern, sagte Straub. In den anderen westdeutschen Bundesländern liege der Anteil der ambulanten Pflege weitgehend unter dem Bundesdurchschnitt von 23,5 Prozent.

„Die Menschen bekommen offenbar nicht immer die Pflege, die sie brauchen, sondern die, die vor Ort verfügbar ist“, sagte Straub. Es seien mehr transparente und unkompliziert abrufbare Informationsangebote und Unterstützungsleistungen insbesondere durch die Pflegekassen notwendig.

Beeinflusst wird die Form der Pflege auch von der Einkommenshöhe der Pflegebedürftigen. Wer ein geringes Einkommen habe, kommt dem Bericht zufolge seltener in ein Pflegeheim. Ein Grund seien die oft hohen privaten Zuzahlungen, sagte Straub. Auch spiele eine Rolle, wie gut die Familie Pflegebedürftigkeit etwa durch ein Netzwerk auffangen könne und wolle.

Der Report geht davon aus, dass die Zahl der Pflegebedürftigen von rund 2,76 Millionen im Jahr 2015 auf 4,53 Millionen Pflegebedürftige bis zum Jahr 2060 steigen wird.

Quelle:  Handelsblatt Online
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