Tarifverhandlung: Taxifahrer hoffen auf eigenen Mindestlohn

Tarifverhandlung: Taxifahrer hoffen auf eigenen Mindestlohn

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Taxi-Fahrer gehören zu den schlecht bezahltesten Beschäftigten

Erstmals in der Geschichte des Taxigewerbes wollen Arbeitgeber und Gewerkschaft über einen einheitlichen Tarifvertrag verhandeln. Doch es gibt Probleme.


Kaum ein Beschäftigter in Deutschland wird so schlecht bezahlt wie Taxifahrer. Laut Statistischem Bundesamt bekommen sie einen Stundenlohn von 6,85 Euro. Rechne man Wartezeiten mit ein, könne der Verdienst sogar auf sechs Euro fallen, sagt der Deutsche Taxi- und Mietwagenverband. Schließlich gibt es bei Taxlern keinen richtigen Stundenlohn – Geld kommt nur rein, wenn der Wagen rollt. Die Fahrer erhalten einen Anteil vom Umsatz.

Nun soll ein bundesweiter Tarifvertrag die Situation für die rund 200.000 angestellten Taxifahrer verbessern. Der Taxi- und Mietwagenverband und die Gewerkschaft Verdi wollen sich auf eigene Lohnuntergrenzen für Taxifahrer einigen, berichtet die Süddeutsche Zeitung. Bis Ende 2016 soll die Bezahlung schrittweise auf bis Ende 2016 auf 8,50 Euro erhöht werden. Damit würde die Übergangsfrist beim gesetzlichen Mindestlohn ausgeschöpft.

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Im August könnten die Verhandlungsgespräche beginnen, sagte der Geschäftsführer des Taxiverbands, Thomas Grätz. Man habe das Ziel, "bereits im September einen Abschluss zu erreichen". Doch es für die Verhandlungspartner gibt es viel zu klären. "Dieser Markt ist völlig ungeregelt", sagte eine Verdi-Sprecherin. "Was ist Arbeitszeit, was Standzeit, was eine Pause? Wie gehen wir mit der Umsatzbeteiligung um?"

Zudem sperrt sich der Taxiverband bislang gegen einen einheitlichen Mindestlohn für die kommenden zwei Jahre. "Wir brauchen unterschiedliche Löhne für wirtschaftsstarke und strukturschwache Gebiete", sagt Verbandsmann Grätz.

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