Tarifverhandlungen: EVG lehnt neues Angebot der Bahn ab

Tarifverhandlungen: EVG lehnt neues Angebot der Bahn ab

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Ein Schaffner der Deutschen Bahn.

Die GDL streikt noch – die EVG verhandelte wieder mit der Deutschen Bahn. Ein Angebot der Bahn lehnt die EVG allerdings ab. Trotzdem gibt es Fortschritte.

Im Lokführerstreik kommt die Deutsche Bahn bei den Tarifverhandlungen mit der zweiten Eisenbahnergewerkschaft nur langsam voran. Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) lehnte am Donnerstag in Frankfurt ein neues Angebot des Unternehmens ab, weil es nicht alle Berufsgruppen umfasst habe. Die DB AG habe erneut versucht, die Belegschaft zu spalten, erklärte EVG-Verhandlungsführerin Regina Rusch-Ziemba im Anschluss an die Gespräche.

Sie verlangte, dass die Bahn bis zum kommenden Mittwoch (29. April) um 15.00 Uhr ein Angebot auch für die Service- und Sicherheitskräfte vorlegen müsse. Die Bahn will nach eigenen Angaben ein entsprechendes Angebot abgeben. „Wir werden ein vernünftiges Angebot unterbreiten, das fair und wirtschaftlich machbar ist. Wir wollen diese Tarifrunde zügig abschließen“, sagte Personalvorstand Ulrich Weber.

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Das sind die Bahngewerkschaften GDL und EVG

  • Gewerkschaft deutscher Lokomotivführer

    Die 1867 als Verein Deutscher Lokomotivführer gegründete GDL hat rund 34.000 Mitglieder. In ihr sind nach Gewerkschaftsangaben rund 80 Prozent der Lokführer bei der Deutschen Bahn und zahlreiche Zugbegleiter organisiert. Die GDL gehört dem Deutschen Beamtenbund an.

  • Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft

    Die EVG entstand 2010 aus der Fusion von Transnet und GDBA und hat rund 210.000 Mitglieder. Die Vorgängerin Transnet wurde 1896 gegründet und gehörte zum Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB). Die 1948 gegründete Gewerkschaft Deutscher Bundesbahnbeamter und Anwärter (GDBA) hatte Mitglieder aus allen Sparten von Bahn bis Bus. Sie gehörte dem Deutschen Beamtenbund an, kooperierte zuletzt aber in einer Tarifgemeinschaft mit Transnet.

Laut Rusch-Ziemba gab es in anderen Punkten Fortschritte. Positiv sei gewesen, dass die Bahn Antworten auf alle Forderungen der EVG gegeben habe. Darüber könne man nun in der Tarifkommission beraten. Es seien auch weitere Verhandlungstermine für den 12. Mai in Frankfurt und abschließend für den 21. Mai in Berlin vereinbart worden. „Dann entscheidet sich, ob wir rechts oder links rum gehen.“

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