EVG droht: Bahnstreiks über Weihnachten möglich

Tarifverhandlungen mit Deutscher Bahn: EVG droht indirekt mit Streik über Weihnachten

, aktualisiert 09. Dezember 2016, 06:21 Uhr

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG will erneut streiken, sofern man sich nicht mit der Bahn einig wird. Zunächst einmal nächste Woche - und eventuell auch über Weihnachten. In der Nacht gab es keine Ergebnisse.

Die Tarifverhandlungen für rund 150.000 Beschäftigte der Deutschen Bahn sind am frühen Freitagmorgen in Berlin fortgesetzt worden. Nach mehr als zehn Stunden Beratung lagen noch umfangreiche Themenkomplexe vor den Delegationen des Arbeitgebers und der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG). Eine weitgehende Einigung gab es nach Angaben der Gewerkschaft bislang lediglich über eine Regelung für die Rufbereitschaft im Konzern.

Ausgehandelt werden muss vor allem noch die künftige Höhe der Einkommen und die Ausgestaltung eines Wahlmodells, das die EVG fordert. Demnach sollen die Beschäftigten einen Teil der Entgelterhöhung - 2,5 Prozent - auf Wunsch in sechs Tage mehr Urlaub oder eine Stunde weniger Wochenarbeitszeit umwandeln können.

Anzeige

Am Donnerstagabend hatte die EVG der Deutschen Bahn indirekt mit Streiks über die Feiertage gedroht. Wenn der Arbeitgeber nicht auf die Gehaltsforderungen eingehe, hätte die EVG keine andere Möglichkeit, als sich andere Maßnahmen zu überlegen, sagte EVG-Verhandlungsführerin Regina Rusch-Ziemba am Donnerstag zu Reuters TV. Dies könne auch über Weihnachten geschehen.

Anteil pünktlicher Züge der Deutschen Bahn im Personenverkehr

  • Januar 2015

    Bis maximal 5:59 Minuten Verspätung: 95,1 Prozent
    Bis maximal 15:59 Minuten Verspätung: 99,1 Prozent

    DB Fernverkehr bis maximal 5:59 Minuten Verspätung: 81,6 Prozent
    DB Fernverkehr bis maximal 15:59 Minuten Verspätung: 93,2 Prozent

    DB Regio bis maximal 5:59 Minuten Verspätung: 95,4 Prozent
    DB Regio bis maximal 15:59 Minuten Verspätung: 99,2 Prozent

    Quelle: Deutsche Bahn

  • Februar 2015

    Bis maximal 5:59 Minuten Verspätung: 95,5 Prozent
    Bis maximal 15:59 Minuten Verspätung: 99,1 Prozent

    DB Fernverkehr bis maximal 5:59 Minuten Verspätung: 83,2 Prozent
    DB Fernverkehr bis maximal 15:59 Minuten Verspätung: 94,0 Prozent

    DB Regio bis maximal 5:59 Minuten Verspätung: 95,8 Prozent
    DB Regio bis maximal 15:59 Minuten Verspätung: 99,2 Prozent

  • März 2015

    Bis maximal 5:59 Minuten Verspätung: 95,1 Prozent
    Bis maximal 15:59 Minuten Verspätung: 99,0 Prozent

    DB Fernverkehr bis maximal 5:59 Minuten Verspätung: 81,2 Prozent
    DB Fernverkehr bis maximal 15:59 Minuten Verspätung: 92,5 Prozent

    DB Regio bis maximal 5:59 Minuten Verspätung: 95,4 Prozent
    DB Regio bis maximal 15:59 Minuten Verspätung: 99,1 Prozent

  • April 2015

    Bis maximal 5:59 Minuten Verspätung: 94,0 Prozent
    Bis maximal 15:59 Minuten Verspätung: 98,9 Prozent

    DB Fernverkehr bis maximal 5:59 Minuten Verspätung: 75,2 Prozent
    DB Fernverkehr bis maximal 15:59 Minuten Verspätung: 90,6 Prozent

    DB Regio bis maximal 5:59 Minuten Verspätung: 94,5 Prozent
    DB Regio bis maximal 15:59 Minuten Verspätung: 99,1 Prozent

  • Mai 2015

    Bis maximal 5:59 Minuten Verspätung: 94,4 Prozent
    Bis maximal 15:59 Minuten Verspätung: 98,9 Prozent

    DB Fernverkehr bis maximal 5:59 Minuten Verspätung: 76,4 Prozent
    DB Fernverkehr bis maximal 15:59 Minuten Verspätung: 91,1 Prozent

    DB Regio bis maximal 5:59 Minuten Verspätung: 94,8 Prozent
    DB Regio bis maximal 15:59 Minuten Verspätung: 99,1 Prozent

  • Juni 2015

    Bis maximal 5:59 Minuten Verspätung: 93,3 Prozent
    Bis maximal 15:59 Minuten Verspätung: 98,6 Prozent

    DB Fernverkehr bis maximal 5:59 Minuten Verspätung: 74,5 Prozent
    DB Fernverkehr bis maximal 15:59 Minuten Verspätung: 89,8 Prozent

    DB Regio bis maximal 5:59 Minuten Verspätung: 93,8 Prozent
    DB Regio bis maximal 15:59 Minuten Verspätung: 98,8 Prozent

  • Juli 2015

    Bis maximal 5:59 Minuten Verspätung: 92,3 Prozent
    Bis maximal 15:59 Minuten Verspätung: 98,3 Prozent

    DB Fernverkehr bis maximal 5:59 Minuten Verspätung: 66,9 Prozent
    DB Fernverkehr bis maximal 15:59 Minuten Verspätung: 87,3 Prozent

    DB Regio bis maximal 5:59 Minuten Verspätung: 92,9 Prozent
    DB Regio bis maximal 15:59 Minuten Verspätung: 98,6 Prozent

  • August 2015

    Bis maximal 5:59 Minuten Verspätung: 93,6 Prozent
    Bis maximal 15:59 Minuten Verspätung: 98,6 Prozent

    DB Fernverkehr bis maximal 5:59 Minuten Verspätung: 69,3 Prozent
    DB Fernverkehr bis maximal 15:59 Minuten Verspätung: 87,3 Prozent

    DB Regio bis maximal 5:59 Minuten Verspätung: 94,3 Prozent
    DB Regio bis maximal 15:59 Minuten Verspätung: 98,9 Prozent

  • September 2015

    Bis maximal 5:59 Minuten Verspätung: 93,2 Prozent
    Bis maximal 15:59 Minuten Verspätung: 98,7 Prozent

    DB Fernverkehr bis maximal 5:59 Minuten Verspätung: 70,7 Prozent
    DB Fernverkehr bis maximal 15:59 Minuten Verspätung: 88,7 Prozent

    DB Regio bis maximal 5:59 Minuten Verspätung: 93,7 Prozent
    DB Regio bis maximal 15:59 Minuten Verspätung: 99,0 Prozent

  • Oktober 2015

    Bis maximal 5:59 Minuten Verspätung: 92 Prozent
    Bis maximal 15:59 Minuten Verspätung: 98,5 Prozent

    DB Fernverkehr bis maximal 5:59 Minuten Verspätung: 66,5 Prozent
    DB Fernverkehr bis maximal 15:59 Minuten Verspätung: 86,4 Prozent

    DB Regio bis maximal 5:59 Minuten Verspätung: 92,6 Prozent
    DB Regio bis maximal 15:59 Minuten Verspätung: 98,8 Prozent

  • November 2015

    Bis maximal 5:59 Minuten Verspätung: 91,7 Prozent
    Bis maximal 15:59 Minuten Verspätung: 98,4 Prozent

    DB Fernverkehr bis maximal 5:59 Minuten Verspätung: 68,3 Prozent
    DB Fernverkehr bis maximal 15:59 Minuten Verspätung: 87,9 Prozent

    DB Regio bis maximal 5:59 Minuten Verspätung: 92,2 Prozent
    DB Regio bis maximal 15:59 Minuten Verspätung: 98,7 Prozent

Die EVG wollte noch am Donnerstag einen Abschluss erzielen. "Wir gehen nicht in die Verlängerung. Die Zielmarke ist mit dem heutigen Tage gesetzt", ergänzte Rusch-Ziemba laut EVG-Mitteilung. In der Nacht wurde noch gesprochen. Nachrichten über ein oder kein Ergebnis gibt es bislang jedoch nicht.

Die EVG fordert eine Tariferhöhung von sieben Prozent, wobei die gut 100.000 Beschäftigten davon auch 2,5 Prozent als freie Tage wählen können sollen. Die Bahn akzeptierte diesen Punkt grundsätzlich, bietet aber ein Paket von 4,2 Prozent über eine Laufzeit bis Ende 2018. Zudem sollen flexiblere Arbeitszeitmodelle erweitert werden.

Selbst bei einer Einigung ist der Tarifkonflikt damit noch nicht beigelegt, da die Bahn parallel mit der GDL in Gesprächen ist. Sie verhandelt für Lokführer und Zugbegleitpersonal und fordert vier Prozent mehr Geld. Dazu kommen aber bessere Arbeitszeit- und Schichtregelungen. Die Bahn hat die Forderungen so auf über 20 Prozent taxiert. Die GDL schloss allerdings Streiks für dieses Jahr aus.

Anzeige
Unternehmer stellen sich vor
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%