Tourismus: Branche attackiert Politik

Tourismus: Branche attackiert Politik

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Abgabe für Reisende: Berlin und Köln machen mit der Bettensteuer von sich reden

von Christian Schlesiger

Deutschen Veranstaltern und Reisebüros geht es besser denn je. Nun fordern sie mehr Gehör.

Die Deutschen sind Reise-Weltmeister und somit eine Wirtschaftsmacht. Doch bei den Politikern im eigenen Land scheint das nicht anzukommen. Jürgen Büchy, neuer Präsident des Deutschen Reiseverbandes (DRV), attackiert das Verhalten der deutschen Politik scharf. In seiner Grundsatzrede zur 61. Jahrestagung des Verbandes in Südkorea kritisierte er die letzten Entscheidungen der Bundesregierung als „moderne Wegelagerei.“ Luftverkehrsabgabe, Bettensteuer und die drohende Mehrwertsteuererhöhung für Flusskreuzfahrten hätten eindeutig gezeigt, dass die Branche nicht so wahrgenommen werde, wie die wirtschaftliche Bedeutung im Lande sei.

Schlagzeilen mit Bettensteuer

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Die Branche stehe für drei Millionen Arbeitsplätze und sorge insgesamt für neun Prozent des Bruttoinlandsprodukt (BIP). Die ökonomische Bedeutung habe zudem in den vergangenen Jahren zugenommen. „Nehmen Sie diese Branche ernst“, appellierte Büchy an die Politik. Die Realität ist davon noch entfernt. Städte wie Köln und Berlin sorgen seit einiger Zeit mit einer Bettensteuer für Schlagzeilen. Die Hauptstadt verlangt fünf Prozent vom Übernachtungspreis. Büchy geißelte diese Form der Gewinnabschöpfung als „Selbstbedienungsmentalität“. Die Stadt kassiere bei Leuten, die sie als Wähler nicht fürchten müsse. Das wirke wie eine „klassische Fremdensteuer.“

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