TUI-Zahlen: Glück im Unglück für TUI-Chef Frenzel

KommentarTUI-Zahlen: Glück im Unglück für TUI-Chef Frenzel

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Der Reiseveranstalter Tui Travel hat seine Zahlen für das erste Geschäftsquartal (Oktober bis Dezember 2011) vorgelegt.

von Christian Schlesiger

TUI hat sein Ergebnis für das erste Quartal vorgelegt. Warum die schlechten Zahlen aus England gut für den Mutterkonzern sind.

Urlaubsstimmung wird bei TUI-Chef Michael Frenzel zwar nicht unbedingt aufkommen, wenn er auf die Zahlen seiner wichtigsten Tochtergesellschaft TUI Travel blickt. Der Konzern in Hannover hält 56 Prozent an dem britischen Reiseveranstalter. Und die Ergebnisse, die sein Gegenpart aus der Londoner Zentrale, Peter Long, heute verkündet hat, sind alles andere als gut. Der Umsatz stieg im ersten Quartal des Geschäftsjahres zwar um fünf Prozent auf 3,42 Milliarden Euro. Doch der Verlust erhöhte sich auf 124 Millionen Euro – ein Plus von 27 Prozent.

Dennoch kann sich TUI-Chef Frenzel aus zwei Gründen glücklich schätzen. Zum einen hat TUI Travel deutlich besser abgeschnitten als der größte Konkurrent Thomas Cook. Während TUI Travel beim Verkauf der Sommerkapazitäten gut voran kommt und bereits ein Drittel an den Urlauber gebracht hat, soll es beim britischen Wettbewerber weitaus schlechter aussehen.

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Vor wenigen Wochen vermeldete ein Branchendienst, die Sommerbuchungen lägen ein Drittel unter den Vorjahreswerten. Zwar könnte das auch an den Kapazitätskürzungen liegen, die Thomas Cook vorgenommen hat. Doch auch TUI Travel ist davon überzeugt, Marktanteile gewonnen zu haben. Thomas Cook veröffentlicht die Ergebnisse morgen.

Verhandlungen über Hapag-Lloyd-Verkauf

Der zweite Grund: Über eine allzu gute Performance von TUI Travel kann TUI-Chef Frenzel derzeit gar nicht erfreut sein. Derzeit verhandelt der Manager über den Verkauf der Hapag-Lloyd-Anteile. TUI hält 38,4 Prozent an der Reederei aus Hamburg.

Ein Drittel davon will Frenzel noch im Februar verkaufen und die Verhandlungen mit Interessenten wie der Stadt Hamburg und dem Logistikmilliardär Klaus-Michael Kühne scheinen auf gutem Weg. Frenzel dürfte sich über Milliardeneinnahmen freuen, die er woanders investieren will. Der Kauf der restlichen TUI-Travel-Anteile gilt als wahrscheinlichstes Szenario, auch wenn er dies öffentlich nie äußert.

Doch je besser TUI Travel läuft, je höher Umsätze  und Gewinne, desto teurer wäre der Rückkauf der Aktien. Ohnehin hat die TUI-Travel-Aktie seit November vergangenes Jahres um die Hälfte zugelegt. Alles, was den Kurs nun kurzfristig drückt, dürfte Frenzel begrüßen. Heute ging es schon mehr als drei Prozent abwärts.

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