TUIfly-Flugausfälle: Schwerer Imageverlust nach "wildem" Streik

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Im Herbst 2016 hatte es massiver Krankmeldungen von Mitarbeiter Flugausfälle bei TUIfly gegeben.

von Andreas Toller

Das zuvor hohe Ansehen des Reisanbieters TUIfly hat deutlich gelitten. Grund dafür waren die massiven Krankheitsmeldungen von Mitarbeitern, die im Herbst 2016 zu vielen Flugausfällen geführt hatten. Jetzt wird geklagt.

An einer Umfrage von Flightright, die der WirtschaftsWoche vorab vorliegt, unter den Nutzern des Portals für Fluggastrechte ergeben, haben insgesamt 1.994 Kunden teilgenommen, die von den TUIfly-Ausfällen im Herbst 2016 betroffen waren. Flightright hat mit der Befragung den Einfluss der Behandlung der geschädigten Fluggäste durch TUIfly auf das Markenimage des Reiseunternehmens untersucht.

TUIfly wehrt sich bislang dagegen, von den Flugausfällen betroffenen Fluggäste eine Entschädigung zu zahlen und nennt die Krankmeldungen einen „wilden Streik“. Nach deutschem Recht sind gewerkschaftlich organisierte Streiks als „höhere Gewalt“ einzustufen und nicht erstattungswürdig. Bis heute haben die von den Flugausfällen im Herbst 2016 Betroffenen weder einen Entschuldigung noch Geld für Unkosten von TUIfly erhalten.

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Nun müssen wohl die Gerichte entscheiden, wie die Flugausfälle zu werten sind. Es sei sogar mit Verfahren vor dem EuGH zu rechnen, teilte Flightright mit.

Zuvor genoss TUIfly hohe Zufriedenheitswerte unter ihren Kunden. Mehr als die Hälfte von ihnen zeigten sich im Vorjahr noch sehr zufrieden. Jetzt ist ihr Anteil laut Umfrage auf 20 Prozent gesunken. Die Hälfte der Befragten will künftig einen Bogen um TUIfly-Reisen machen. 70 Prozent wollen das Reiseunternehmen im Familien- und Freundeskreis nicht weiterempfehlen.

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