Uber in Frankreich: Taxi-Proteste lösen Verkehrschaos aus

Uber in Frankreich: Taxi-Proteste lösen Verkehrschaos aus

Bild vergrößern

Rund 70 Autos wurden bei den Protesten in Frankreich beschädigt.

Die Atmosphäre ist aufgeheizt beim Protest französischer Taxifahrer gegen den Fahrdienstvermittler Uber. Dutzende Fahrzeuge wurden beschädigt. Innenminister Bernard Cazeneuve fordert das Ende des Billigdienstes UberPop.

Französische Taxifahrer haben aus Protest gegen den Fahrdienstvermittler Uber zahlreiche Straßen blockiert und ein Verkehrschaos ausgelöst. Auf der Ringautobahn um die Hauptstadt Paris legten Streikende am Donnerstagmorgen Feuer, wie auf Fernsehbildern zu sehen war. Behinderungen gab es auch an Bahnhöfen und den beiden großen Pariser Flughäfen Charles de Gaulle und Orly. Hier wurden Zufahrtsstraßen blockiert.

Die Wut der Taxifahrer richtet sich gegen das Angebot UberPop, mit dem sich Privatleute ohne Lizenz mit ihren Autos als Fahrer anbieten können. Dies ist in Frankreich nach Angaben der Regierung illegal, trotzdem sind Wagen unterwegs. In den vergangenen Wochen war es wiederholt zu Aggressionen zwischen Taxifahrern und UberPop-Fahrern gekommen.

Anzeige

Sharing-Economy auf dem Vormarsch Geteilter Laster, doppelter Profit

Das Teilen- statt Besitzen-Prinzip von Airbnb und Uber erobert auch die Unternehmenswelt. Investoren geben Millionen in das Geschäft.

Shareconomy bei Büro, LKW und Bohrmaschine Quelle: Marcel Stahn für WirtschaftsWoche

Auch in Deutschland hatten Taxiverbände erbittert gegen Uber gestritten. Der Dienst UberPop wurde hierzulande für rechtswidrig erklärt. Uber versucht nun einen Neustart nach deutschen Regeln mit dem Dienst uberX, bei dem Fahrer die nötigen Genehmigungen haben zbd die Fahrzeuge offiziell als Mietwagen zugelassen sind.

In Frankreich hatten Taxigewerkschaften zum unbefristeten Streik aufgerufen, um die Regierung zu einem härteren Vorgehen gegen die aus ihrer Sicht unfaire Konkurrenz zu zwingen. „Seit zwei Jahren sagt die Regierung, dass sie etwas machen will. Sie machen nichts“, empörte sich ein Taxifahrer im Sender BFMTV.

Dabei kam es nach Medienberichten vereinzelt zu Übergriffen. Die amerikanische Sängerin Courtney Love klagte auf Twitter, ihr Wagen sei in Paris angegriffen worden. „Sie schlagen die Autos mit Metallstangen. Ist das Frankreich? In Bagdad bin ich sicherer“, schrieb die 50-Jährige.

Uber hatte vor kurzem angekündigt, sein Angebot auf drei weitere Städte auszuweiten. Die US-Firma verweist darauf, dass der Rechtsstreit über das erst im Herbst beschlossene Verbot noch laufe.

Der französische Innenminister Bernard Cazeneuve fordert die Einstellung des Betriebs des Billigfahrdiensts UberPop. Zudem müssten die Fahrzeuge des zum Anbieter Uber gehörenden Dienstleisters beschlagnahmt werden, wenn die Polizei darin Passagiere entdecke, erklärte Cazeneuve am Donnerstag nach einem Treffen mit streikenden Taxifahrern. Die Demonstranten protestieren gegen den Fahrdienst. Sie werfen ihm vor, ihnen ihre Existenz zu nehmen.

Cazeneuve sagte, er wolle sich mit Vertretern des US-Unternehmens Uber treffen. Doch der billigste Dienst von Uber, UberPop, „muss geschlossen werden“, forderte der Minister. Nach Angaben Cazeneuves wurden bei landesweiten Protesten der Taxifahrer am Donnerstag in Frankreich 70 Fahrzeuge beschädigt. Zudem seien zehn Personen festgenommen worden.

Anzeige
Unternehmer stellen sich vor
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%