Umfrage zur Zeitarbeit: Nahles' Gesetz vernichtet Jobs

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Mit ihrem Gesetz zur Regulierung der Zeitarbeit würde Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) mehr Zeitarbeitsfirmen belasten als ursprünglich gedacht

von Harald Schumacher

Eine aktuelle Umfrage stellt die geplante Regulierung der Zeitarbeit infrage. Demnach würde mehr als ein Fünftel aller Zeitarbeitseinsätze zwangsweise abgebrochen.

Eine Umfrage des Interessenverbands Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (IGZ) stellt den Sinn der von der Bundesregierung geplanten Regulierung der Zeitarbeit in Frage. Mehr als ein Fünftel aller Zeitarbeitseinsätze würde zwangsweise abgebrochen, wenn Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles wie angekündigt die Verleihdauer per Gesetz auf 18 Monate begrenzt.

Das ergibt eine Umfrage des IGZ unter rund 300 Unternehmen der Branche, die der WirtschaftsWoche exklusiv vorliegt. Demnach dauern 21,5 Prozent der Zeitarbeits-Einsätze im Helferbereich länger als 18 Monate. Im Facharbeiterbereich sind es sogar 23 Prozent, im Akademiker-Bereich 17,9 Monate. Der von der Politik diskutierte Eingriff betrifft damit eine viel höhere Zahl von Zeitarbeitnehmern als bislang angenommen.

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Die größten Arbeitskräfteverleiher in Deutschland 2013

  • Platz 5

    Autovision

    Umsatz in Mio. Euro: 550
    Zeitarbeitnehmer: 13.000

    Quelle: Lündendonk

  • Platz 4

    Manpower

    Umsatz in Mio. Euro: 576
    Zeitarbeitnehmer: 19.000

  • Platz 3

    Persona Service

    Umsatz in Mio. Euro: 662
    Zeitarbeitnehmer: 18.000

  • Platz 2

    Adecco

    Umsatz in Mio. Euro: 1571
    Zeitarbeitnehmer: 40.000

  • Platz 1

    Randstad

    Umsatz in Mio. Euro: 1880
    Zeitarbeitnehmer: 60.000

IGZ-Hauptgeschäftsführer Werner Stolz appelliert deshalb an die Bundesregierung, die Regulierungspläne zu überdenken: „Eine 18-Monate-Höchstüberlassungs-Grenze in der Zeitarbeit fördert die Arbeitslosigkeit und verringert die Flexibilität der entleihenden Unternehmen. Das kann die Politik nicht wirklich wollen.“ Zumindest Ausnahmen müssten möglich sein: „Bei längerfristigen Projekten und bei Elternzeitvertretungen wäre es absurd, nach 18 Monaten einen Wechsel der Zeitarbeitskraft zu erzwingen. Zudem muss es möglich bleiben, dass die Tarifvertragsparteien die Verleihdauer unter Berücksichtigung der jeweiligen Branchensituation selber regeln.“

Durchgeführt wurde die Befragung im Auftrag des IGZ in Münster durch das Dortmunder Forschungsinstitut Soziale Innovation. Durchschnittliche Zeitarbeitseinsätze dauern demnach im Helferbereich 9,5 Monate, im Facharbeiterbereich 12,5 und im akademischen Bereich 12 Monate.

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