Unesco: Hamburg wird Weltkulturerbe

Unesco: Hamburg wird Weltkulturerbe

Die Unesco hat die Hamburger Speicherstadt und das Kontorhausviertel zum Weltkulturerbe ernannt. Es ist das erste Weltkulturerbe für Hamburg und die 40. Stätte in Deutschland.

Die Stadt Hamburg hat sich viel vorgenommen, um auf der Weltkarte noch bekannter zu werden: Die Eröffnung der Elbphilharmonie im Januar 2017 als neues Wahrzeichen der Stadt gehört ebenso dazu wie die Bewerbung um die Olympischen Spiele 2024. Ein weiterer wichtiger Schritt in diese Richtung ist jetzt geschafft: Mit der Ernennung der Speicherstadt im Hafen und dem nahe gelegenen Kontorhausviertel hat Hamburg sein erstes Weltkulturerbe. „Der Titel bietet große Chancen, Hamburg auch kulturell international noch bekannter zu machen“, ist nicht nur Hamburgs Kultursenatorin Barbara Kisseler überzeugt.

Eine Besichtigung der Speicherstadt - gerne kombiniert mit einer Hafenrundfahrt - gehört schon jetzt für viele Hamburg-Touristen zum Besuchsprogramm. Denn wo früher hinter malerischen Backsteinfassaden Kaffee, Kakao und Gewürze lagerten, haben sich in den vergangenen Jahren zahlreiche Touristen-Attraktionen angesiedelt - darunter mit dem Miniaturwunderland die größte Modelleisenbahn der Welt, das Hamburg Dungeon und das Speicherstadtmuseum. In Sichtweite liegen im neuen Stadtteil Hafencity das Maritime Museum, die Elbphilharmonie und das Kreuzfahrtterminal Cruise Center.

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Die Urlaubs-Trends 2015

  • Urlaubssuche wird immer digitaler

    Laut einer Umfrage des Marktforschungsinstituts GfK hat die Bedeutung von Katalogen leicht abgenommen. Demnach nutzen nur noch gut ein Drittel der Urlauber Reisekataloge, um sich über Angebote zu informieren. Das Internet ist für 45 Prozent das Urlaubs-Recherche-Tool. Glaubt man einer Analyse von Google und TUI, gilt das sogar für satte 80 Prozent aller Reisebuchungen.

  • Lieber individuell als massentauglich

    Ganz persönlich auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten - so wollen immer mehr Deutsche urlauben, so das Ergebnis der GfK-Umfrage. Demnach sind Zusatzleistungen wie der Privattransfer zum Hotel, individuelle Ausflugserlebnisse oder die Wahl zwischen verschiedenen Flugklassen für Reisende immer wichtiger und werden häufiger nachgefragt.

  • Alles schon drin bleibt in

    Auch wenn Individualität von vielen geschätzt wird, so machen es setzen die Deutschen trotzdem gerne auf eines: die All-Inclusive-Reisen. Laut GfK wuchs diese Urlaubsform weiter leicht - damit wird ein Trend der vergangenen Jahre fortgesetzt. Mittlerweile seien 24 Prozent aller Flug- und Autoreisen, die über ein Reisebüro oder einen Reiseveranstalter gebucht wurden, All-Inclusive-Reisen, so der Bericht.

  • Familien reisen mehr

    Familien sind mehr unterwegs - ob mit dem Auto oder dem Flugzeug. Laut GfK ist der Familienanteil bei beiden Reisetypen, die über ein Reisebüro oder einen Reiseveranstalter gebucht wurde, überproportional gestiegen. Allein im Vergleich zur vergangenen Saison 2013/14 stieg die Zahl der Buchungen um 20 Prozent an.

  • Mehr Luxus-Reisen

    Reisen im Luxussegment werden ebenfalls höher nachgefragt, so die GfK. Demnach werden besonders hohe Zuwächse bei Haushalten mit höherem Einkommen, sprich ein Haushaltsnettoeinkommen größer als 4000 Euro, mehr nachgefragt.

„Das Unesco-Siegel als einzige international anerkannte Kulturmarke bietet Orientierung bei der Auswahl eines Städtereiseziels“, sagt Dietrich von Albedyll, Leiter der Hamburg Tourismus GmbH. Insbesondere auf Menschen aus dem skandinavischen Raum, den USA, England oder China übten historische Altstätten und architektonische Raritäten eine hohe Anziehungskraft aus. Die Speicherstadt sei bereits jetzt umfassend touristisch erschlossen und ein gutes Beispiel dafür, wie Geschichte erlebbar werde.

Unesco Wie das Welterbe den Tourismus durcheinander rüttelt

Einmal im Jahr benennt die Unesco neue Welterbestätten, um deren Schutz sicherzustellen. Doch der Titel ist zur begehrten Eintrittskarte in die erste Liga des Tourismus geworden. Erkundungen im Kampfgebiet.

Ökonomisierung des Unesco-Weltkulturerbes Quelle: dpa Picture-Alliance

Zusätzliche Kosten erwartet die Stadt kaum: „Da das Ensemble bereits unter Denkmalschutz steht und damit ausdrücklich geschützt ist, müssen keine neuen Auflagen eingehalten werden“, sagt Enno Isermann, Sprecher der Kulturbehörde. Rund um das neue Weltkulturerbe werde jedoch eine Pufferzone entstehen. „So muss zum Beispiel gesichert sein, dass direkt neben dem Chilehaus kein Wolkenkratzer gebaut wird.“ Um im kontinuierlichen Austausch mit der Unesco zu bleiben, werde die Stadt einen Welterbe-Beauftragten einsetzen. Außerdem soll 2017 ein Besucherinformationszentrum eröffnen.

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