Unister-Gruppe: Sechs weitere Firmen insolvent

Unister-Gruppe: Sechs weitere Firmen insolvent

, aktualisiert 29. Juli 2016, 15:43 Uhr
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Thomas Wagner, Gründer des Leipziger Unternehmens Unister, kam zusammen mit seinem Mit-Gesellschafter Oliver Schilling bei einem Flugzeugabsturz ums Leben.

Quelle:Handelsblatt Online

Nach dem Tod von Unister-Gründer Thomas Wagner hat die Holding Insolvenz angemeldet. Inzwischen haben insgesamt zwölf Töchter aus der Gruppe nachgezogen. 90 Prozent der insgesamt 1000 Unister-Mitarbeiter sind betroffen.

Sechs weitere Unternehmen aus der Unister-Gruppe haben Insolvenz beantragt. Wie Verwalter Lucas Flöther am Freitag mitteilte, handelt es sich um kleinere Firmen mit insgesamt nur drei Mitarbeitern. Darunter sind auch drei Portalbetreiber wie etwa flug.de. Drei andere Firmen hätten keinen Geschäftsbetrieb.

Damit sind neben der Unister Holding nun insgesamt zwölf Töchter aus der Gruppe des Leipziger Internet-Reiseanbieters insolvent. 892 und damit rund 90 Prozent der gut 1000 Unister-Mitarbeiter sind betroffen. Ihre Bezüge sind vorerst durch das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit gesichert.

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Flöther führt die operativen Geschäfte aller betroffenen Unternehmen weiter. Er bemüht sich um Investoren und strebt einen Verkauf zumindest von Teilen möglichst bis Ende September an.

Unister DNA-Abgleich bestätigt Tod von Thomas Wagner

Mehrere Tage nach dem Flugzeugabsturz in Slowenien bestätigt ein DNA-Abgleich, dass es sich bei einem der verstorbenen Insassen um Unister-Chef Thomas Wagner handelt. Er war auf dem Weg von Venedig nach Leipzig gewesen.

Unister-Chef Thomas Wagner. Quelle: dpa

Die Holding hatte nach dem Tod von Unister-Gründer Thomas Wagner vor rund zwei Wochen Insolvenz angemeldet. Der 38-Jährige war zusammen mit dem Gesellschafter Oliver Schilling (39) und dem 65-jährigen Finanzvermittler Horst Heinz B. bei einem Flugzeugabsturz in Slowenien ums Leben gekommen. Auch der 73 Jahre alte Pilot starb. Zuvor soll Wagner in Venedig bei einem ominösen Kreditgeschäft um über eine Million Euro betrogen worden sein.

Die slowenischen Behörden hatten erst am Donnerstag die Identität der deutschen Opfer bestätigt. Laut Generalstaatsanwaltschaft Dresden, die in dem Fall wegen Betrugs- und Untreueverdachts ermittelt, liegt der Todesnachweis inzwischen auch den deutschen Behörden vor.

Quelle:  Handelsblatt Online
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