Unternehmensberater: Banken sorgen für Umsatz

01. März 2012
Des einen Freud des anderen Leid - Dank Finanzkrise und Atomausstieg erleben Unternehmensberater momentan rosige Zeiten. Quelle: FotoliaBild vergrößern
Des einen Freud des anderen Leid - Dank Finanzkrise und Atomausstieg erleben Unternehmensberater momentan rosige Zeiten. Quelle: Fotolia
von Hans-Jürgen Klesse

Die Unternehmensberater in Deutschland sind optimistisch – sie profitieren von den Problemen anderer.

In diesem Jahr erwarten die Berater vor allem bei Finanzinstituten und Energieversorgern steigenden Beratungsbedarf: „Durch Finanzkrise und Atomausstieg müssen hier neue Geschäftsmodelle gefunden werden“, sagt Antonio Schnieder, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberater (BDU). Nach einem Plus von knapp zehn Prozent im vergangenen Jahr erwartet der BDU für dieses Jahr ein Umsatzwachstum von sieben Prozent.
Wie aus der aktuellen BDU-Studie hervorgeht, haben die Umsätze der Consulting-Branche in Deutschland 2011 erstmals die 20-Milliarden-Grenze überschritten: „Gute Exportzahlen und eine anziehende Binnenkonjunktur haben für ein günstiges Investitionsklima in deutschen Firmen und hierdurch für eine positive Geschäftsentwicklung in der Beraterbranche gesorgt“, freut sich BDU-Chef Schnieder. Sein Verband vertritt rund 530 Unternehmen aus der Management-, der Personal- und der IT-Beratungsbranche. Die umfasst nach aktuellen Schätzungen derzeit mehr als 91.000 Berater in gut 14.000 Consultingunternehmen.

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Die Krise belebt das Geschäft

Gefragt waren im abgelaufenen Jahr vor allem Methoden der Szenariotechnik, mit denen die Kunden sich besser auf die durch die jüngsten Krisen zum Teil sprunghaft veränderten Rahmenbedingungen einstellen können. Besonders großen Beratungsbedarf hatten die boomende Automobilbranche, wo der Consulting-Umsatz um 19 Prozent stieg, und die von der Binnenkonjunktur geförderte Konsumgüterindustrie mit einem Plus von gut 14 Prozent. Bei den Finanzdienstleistern ging es vor allem um höhere Eigenkapitalquoten und ein verbessertes Risikomanagement, was für einen Umsatzzuwachs bei den Beratungen um fast 13 Prozent sorgte.

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Bei den Wachstumsprojekten ging es vorrangig um eine Internationalisierung des Geschäfts, um neue Vertriebs- und Marketingstrategien. Um gut elf Prozent gewachsen ist außerdem die Nachfrage nach neuen Konzepten zum Nachhaltigkeitsmanagement. Ein gestiegenes Umweltschutzbewusstsein spielt dabei nur teilweise eine Rolle: „Die Verteuerung der Resourcen macht dieses Thema inzwischen quasi zum Selbstgänger“, sagt BDU-Präsident Schnieder.

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Kommentar | 1Alle Kommentare
  • 02.03.2012, 23:57 Uhr

    Was ist eigentlich aus dem "Turn Around Beratungprogramm" für KMUs geworden, das vom BMWi und der Kfw-Miittelstandsbank 2009 initiiert wurde?
    http://www.servicereport.eu/2009/unternehmensberater-sind-gefordert

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