Verbotene Taxi-Alternative: Uber bezahlt seinen Fahrern den Personenbeförderungsschein

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Ab Sommer möchte der umstrittene Chauffeur-Dienst Uber seinen Fahrern die Kosten für den gültigen Personenbeförderungsschein zahlen.

von Thomas Stölzel und Hermann J. Olbermann

Der umstrittene Chauffeur-Dienst Uber will spätestens im Sommer einen neuen, dann legalen Service in Deutschland starten.

Dieser Fahrdienst soll von Fahrern übernommen werden, die über einen gültigen Personenbeförderungsschein verfügen. Uber finanziert seinen Freizeitchauffeuren diesen Schein, der 100 bis 200 Euro kostet, und zahlt einen Anreizzuschlag. „Auch bezahlen wir unseren Partnern die 150 bis 200 Euro Kosten für die Prüfung bei der Industrie- und Handelskammer, wenn sie sich als Taxi- und Mietwagenunternehmer lizenzieren lassen wollen“, sagte Uber-Deutschland-Manager Fabien Nestmann der WirtschaftsWoche.

Uber Taxi-App will Berufung einlegen

Das Landgericht Frankfurt hat kürzlich den Fahrdienst Uber deutschlandweit verboten. Doch das Unternehmen glaubt weiter an eine Zukunft in Deutschland - und geht in Berufung.

Uber glaubt weiter an eine Zukunft in Deutschland Quelle: REUTERS

Seit das US-Start-up Ende 2013 nach Deutschland kam, bewarben sich laut Nestmann 14.000 Fahrer – 1600 sind derzeit hierzulande für Uber aktiv. Den Namen des künftigen Dienstes verrät Uber zwar noch nicht. Es gilt aber als wahrscheinlich, dass er UberX heißen wird – so wie ähnliche Angebote in Frankreich und England.

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Noch nicht vollstreckt ist bislang das Urteil des Landgerichts Frankfurt, das vor zehn Tagen entschieden hatte, dass Uber seinen Fahrdienst UberPop nicht mehr in Deutschland anbieten dürfe. Die klagende Genossenschaft Taxi Deutschland hat beim Gericht noch nicht die Sicherheitsleistung von 400.000 Euro hinterlegt. Die ist aber notwendig, um das Urteil zu vollstrecken.

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2 Kommentare zu Verbotene Taxi-Alternative: Uber bezahlt seinen Fahrern den Personenbeförderungsschein

  • Und dann?

    Dann braucht man erst mal eine Konzession.

    In München hat die Stadt ca. 4000 Konzessionen vergeben. Die Stadt prüft, ob das nicht bereits zuviel für München ist. Die Lizenzen werden mit etwa 40.000 Euro gehandelt. Es gibt hier ca. 20.000 Fahrer. Sie finden hier an fast jeder Ecke ein Taxi, immer und überall.

    Was will Uber hier?

    Vor allem sind auch die Münchner Verkehrsbetriebe absolut topp, Wenn Sie hier mit U-Bahn, S-Bahn, Tram und Bussen unterwegs sind, können Autos nie konkurrieren,

    Sollen sich Taxi- und Uberfahrer schlagen?

    Die Zyniker bei Goldman Sachs, Amazon, Google etc. (die Investoren) wird es sicherlich amüsieren.

    Siehe auch SZ: Zu viele Taxi-Konzessionen in München

  • Ich denke nicht, dass die Anzahl der Konzessionen für Mietwagen in den Städten limitiert sind, die Taxi-Konzessionen hingegen in einigen Städten schon. Die Fahrer bei Uber müssten sich um eine Mietwagen-Konzession bewerben.

    Kritisch ist eher, dass die Prüfungsplätze für die IHK Fach- und Sachkundeprüfung meist über mehrere Monate ausgebucht sind, pro Monat sind nur wenige Plätze verfügbar. Hinzu kommt, dass nach bestandener Prüfung die Konzession beantrag werden muss, der Prozess dauert häufig bis zu drei Monaten. Außerdem müssen dafür mehr als 2000 € Reserven nachgewiesen werden, die einige der potentiellen Fahrer auch nicht auf dem Konto haben dürften. Bis Sommer einen Stamm an Fahrern aufzubauen, dürfte unter diesen Vorraussetzungen sehr ambitioniert sein.

    Uber ist außerdem nicht Ende 2013 in Deutschland gestartet, wie im Artikel geschrieben, sondern im Januar 2013.

    Weitere Informationen können Sie hier lesen: http://getmobility.de/20150328-taxi-app-ola-startet-lieferservice-uber-finanziert-personenbeforderungsschein-nach-uberpop-verbot/

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