Verdächtiger Gegenstand: Air-France-Flugzeug landet außerplanmäßig in Kenia

Verdächtiger Gegenstand: Air-France-Flugzeug landet außerplanmäßig in Kenia

, aktualisiert 20. Dezember 2015, 16:02 Uhr
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Die Air-France-Maschine war auf dem Weg von Mauritius nach Paris als sie eine Notlandung in Mombasa (Kenia) machte, da ein verdächtiger Gegenstand an Bord gefunden wurde.

Eine Maschine der Air France ist auf dem Weg von Mauritius nach Paris wegen eines verdächtigen Gegenstands in Kenia notgelandet. Der Verdacht, es könne sich um Sprengstoff handeln, bestätigte sich aber nicht.

Aus Furcht vor einer Bombe an Bord ist ein Flugzeug der Air France mit 473 Menschen auf dem Weg von Mauritius nach Paris in Kenia notgelandet. Im Waschraum der Boeing 777 habe ein Passagier einen verdächtigen Gegenstand entdeckt und dem Kabinenpersonal gemeldet, teilte die kenianische Polizei am Sonntag mit. Es sei vermutet worden, dass es sich um Sprengstoff handeln könne. Daraufhin hätten die Piloten eine Notlandung auf dem Flughafen der Küstenstadt Mombasa beantragt.

Alle 459 Passagiere und 14 Mannschaftsmitglieder des Air France-Flugs 463 seien nach der Landung in Sicherheit gebracht worden, teilte die Polizei mit. Bei den Untersuchungen des aus dem Flugzeug gebrachten Gegenstands - einer Schachtel mit einer darauf befestigten Stoppuhr - wurde zunächst kein Sprengstoff festgestellt, wie die Polizei mitteilte. Die Schachtel sei zerlegt worden, die Digitaluhr werde noch untersucht.

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Air France teilte mit, lokale Behörden würden sechs Passagiere befragen. Die Airline habe ein Ersatzflugzeug geschickt, um die Fluggäste weiter zu transportieren.

Das Flugzeug, das eigentlich auf dem Flughafen Charles de Gaulle in Paris landen sollte, hatte Mauritius am Vormittag verlassen und war gut dreieinhalb Stunden später in Kenia gelandet. Die kenianische Flughafenbehörde schrieb auf Twitter, das verdächtige Objekt sei erfolgreich aus dem Flugzeug geborgen worden. Landungen anderer Maschinen in Mombasa seien verschoben worden, mittlerweile laufe der Betrieb aber wieder normal.

Frankreich weiter im Ausnahmezustand

Benoit Lucchini, Passagier an Bord der Maschine, sagte, das Flugzeug sei sehr langsam gesunken, so dass die Fluggäste bemerkt hätten, dass wahrscheinlich etwas nicht in Ordnung sei. Das Personal der Maschine sei jedoch wunderbar gewesen. So seien alle ruhiggeblieben. Sie hätten gedacht, es handele sich um ein technisches Problem. „Aber es war kein technisches Problem, es war etwas in der Toilette. Etwas war in der Toilette falsch, es könnte eine Bombe sein.“

Flug 463 ist das dritte Flugzeug von Air France, das in den vergangenen Wochen umgeleitet wurde. Die beiden anderen Flugzeuge waren auf dem Weg von den USA nach Frankreich. Gegen sie gab es Drohungen, es wurden aber keine Bomben entdeckt.

In Frankreich herrscht seit den Terroranschlägen vom 13. November mit 130 Toten Ausnahmezustand. Die Terrormiliz Islamischer Staat hatte für die Attentate die Verantwortung übernommen. Der IS hatte sich auch dazu bekannt, den Absturz eines russischen Flugzeugs auf der Sinai-Halbinsel am 31. Oktober verursacht zu haben, bei dem alle 224 Passagier an Bord ums Leben gekommen waren. Moskau geht davon aus, dass der Absturz durch eine Bombe verursacht wurde, während Ägypten dafür keine Beweise sieht.

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