Verkaufspoker: Verkauf von T-Mobile in den USA kommt voran

Verkaufspoker: Verkauf von T-Mobile in den USA kommt voran

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Die Telekom war 2011 mit ihren Plänen, ihre US-Tochter an den Branchenriesen AT&T zu verkaufen, am Widerstand der Wettbewerbsaufseher gescheitert.

Der Telekom-Konzern soll erneut vor dem Verkauf seiner US-Tochter stehen. Die Bonner wollten sich schon 2011 von T-Mobile in den USA trennen. Damals scheiterte der Verkauf an der Wettbewerbsaufsicht.

Die Deutsche Telekom kommt einem Pressebericht zufolge im Verkaufspoker um ihre Tochter T-Mobile US voran. Es gebe mit der japanischen Sprint-Mutter Softbank bereits eine grundsätzliche Einigung, Details würden aber noch verhandelt, berichtete die japanische Wirtschaftszeitung „Nikkei“ am Freitag auf ihrer Internetseite. Ein Telekom-Sprecher sagte am Samstag auf Anfrage erneut, das Unternehmen kommentiere keine Marktspekulationen.

Die Japaner, denen der US-Mobilfunker Sprint mehrheitlich gehört, bezifferten die Kosten für die Übernahme von mehr als 50 Prozent der T-Mobile-Anteile auf über 16 Milliarden US-Dollar (11,8 Mrd Euro), so die Zeitung. Softbank wolle den Kaufpreis in bar und eigenen Aktien bezahlen, heißt es in dem Bericht. Die Telekom hält rund zwei Drittel an T-Mobile US.

Veränderungen der Roaminggebühren 2014

  • Abgehende Anrufe aus EU-Ausland

    seit 1. Juli 2013: 24 Cent pro Minute

    ab 1. Juli 2014: 19 Cent pro Minute

  • Ankommende Anrufe im EU-Ausland

    seit 1. Juli 2013: 7 Cent pro Minute

    ab 1. Juli 2014: 5 Cent pro Minute

  • Verschickte SMS aus dem EU-Ausland

    seit 1. Juli 2013: 8 Cent

    ab 1. Juli 2014: 6 Cent

  • Datennutzung im EU-Ausland

    seit 1. Juli 2013: 45 Cent je Megabyte

    ab 1. Juli 2014: 20 Cent je Megabyte

Die Telekom war 2011 mit ihren Plänen, ihre US-Tochter an den Branchenriesen AT&T zu verkaufen, am Widerstand der Wettbewerbsaufseher gescheitert. Auch bei einem neuerlichen Anlauf müssten die US-Kartellwächter zustimmen.

Dem Bericht zufolge verhandeln beide Seite noch über Details, so zum Beispiel über den Betrag, den Softbank zahlen müsste, falls das Geschäft scheitert. Früheren Spekulationen zufolge fordert die Telekom für diesen Fall eine Zahlung von fast drei Milliarden Dollar. Denn die Genehmigung der US-Kartellbehörden gilt unter Experten als ungewiss.

2011 hatten die Aufseher bereits den Verkauf der US-Mobilfunktochter an AT&T für 39 Milliarden Dollar verhindert. Damals hatte der Bonner Konzern von dem amerikanischen Unternehmen drei Milliarden Dollar in bar sowie Lizenzen für Mobilfunknetze im Wert von rund einer Milliarde Dollar als Wiedergutmachung erhalten.

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Erst auf dieser Grundlage war es T-Mobile um den angriffslustigen Chef John Legere gelungen, den Markt in den Staaten zuletzt kräftig aufzumischen. Im ersten Quartal 2014 zog der kleinste landesweite Anbieter mehr neue Kunden an Land als die beiden Mobilfunkriesen AT&T und Verizon Communications zusammen. Nach dem gescheiterten Verkauf hatte die Telekom ihre US-Tochter mit der Übernahme von MetroPCS gestärkt und im Mai vergangenen Jahres teilweise an die Börse gebracht.

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