Vielfliegerprogramme: Der ewige Streit um die Meilen

Vielfliegerprogramme: Der ewige Streit um die Meilen

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Ein Vielflieger klagte gegen Lufthansa, da das Unternehmen die gesammelten Bonusmeilen ihren Kunden abwertete.

von Hans-Jürgen Klesse

Über die Vielfliegerprogramme der Airlines wird schon seit deren Start gestritten - wie gerade in Köln. Ein kleines Beratungsunternehmen hilft dabei, den größten Nutzen aus den Meilen zu ziehen.

Für Luftverkehrsgesellschaften sind ihre Vielfliegerprogramme ein Kundenbindungsinstrument. Für viele andere sind sie ein Ärgernis oder zumindest ein Thema, über das man streiten kann. Wie jetzt gerade vor dem Kölner Landgericht. Dort klagt ein Lufthansa-Vielflieger gegen die Airline, weil die die Bedingungen ihres Miles&More-Programms so verändert hat, dass die gesammelten Meilen plötzlich deutlich weniger wert waren.

Wie das? Lufthansa hatte zum Jahresbeginn 2011 die Geschäftsbedingungen geändert und damit die Prämien für gesammelte Meilen gesenkt. Für einen Hin- und Rückflug nach New York in der Business-Class werden dem klagenden IT-Professor aus Hamburg nun 105.000 Meilen von seinem Miles&More-Konto abgebucht - 15.000 Meilen mehr als vorher. Oder mit anderen Worten: Auf einen Schlag hatte die Lufthansa das Meilenkonto ihres Stammkunden um rund 30 Prozent abgewertet.

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Ewiges Streitthema

Unabhängig davon, wie der Streit ausgeht: Miles&More ist ein Streitthema, seitdem es die Vielfliegerkarte gibt. Denn genaugenommen sind Meilen, die angestellten Vielfliegern auf Dienstreisen, also mit einem vom Arbeitgeber bezahlten Ticket, gutgeschrieben werden, Eigentum des Unternehmens. Das Problem: Die Miles&More-Mitgliedschaft ist aber privat, der Arbeitgeber hat keine Möglichkeit, Informationen über die Meilenguthaben seiner Mitarbeiter zu bekommen.
Allerdings kann es schwierig sein, die dienstlich erworbenen von den privat erflogenen Meilen zu trennen, wenn der Reisende seine Miles&More-Karte auch für Privatflüge nutzt – was überwiegend der Fall sein dürfte.

Zwar gibt es komplizierte Software-Programme, die alle für Dienstreisen gebuchten Flüge und die dabei erworbenen Meilen erfassen, aber die kosten Geld und machen Aufwand. In den meisten Unternehmen hat sich deshalb die Praxis durchgesetzt, nach der die Meilen grundsätzlich für Dienstreisen eingesetzt werden müssen, exekutiert wird das aber nur in den wenigsten Fällen.

Dennoch kann Miles&More für Ärger sorgen. Zum Beispiel, wenn das Unternehmen einen Mitarbeiter los werden will. Gibt es die Regel, Dienstmeilen für Dienstreisen und der Arbeitnehmer hat die Meilen dennoch privat verbraten, dann liefert er einen Vorwand für Abmahnung oder sogar fristlose Kündigung.

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