Vorerst kein neuer Streik: Bei der Lufthansa stehen die Zeichen auf Entspannung

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Vorerst kein neuer Streik: Bei der Lufthansa stehen die Zeichen auf Entspannung

, aktualisiert 01. November 2014, 11:52 Uhr

Flugreisende können aufatmen: Bei der Lufthansa soll zunächst nicht mehr gestreikt werden. Die Pilotenvereinigung verhandelt mit der Airline. Unsicherheit hingegen bei der Bahn: Hier läuft Sonntag die Streikpause ab.

Bei der Lufthansa wird vorerst nicht gestreikt. "Wir sind im Augenblick wieder in Gesprächen mit der Lufthansa. Während der Gespräche werden wir nicht streiken, Ziel ist der Abschluss eines Tarifvertrags", sagte der Präsident der Pilotenvereinigung Cockpit, Ilja Schulz, dem Magazin "Focus" laut Vorabbericht.

Damit zeichnet sich eine Entspannung in dem seit sieben Monaten schwelenden Konflikt um Frühverrentungsregelungen für rund 5400 Lufthansa-Piloten ab. Noch vor einer Woche hatte Cockpit erklärt, man habe den Eindruck, die Lufthansa wolle gar nicht verhandeln.

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Mit dem Streikverzicht steigt aber indirekt die Wahrscheinlichkeit eines Arbeitskampfes der Lokführergewerkschaft GDL. Sie spricht sich mit den Piloten ab, damit nicht Deutsche Bahn und Flugverkehr gleichzeitig lahm gelegt werden. Die GDL hatte nach dem letzten, mehrtägigen Ausstand eine rund zweiwöchige Streikpause erklärt, die am Sonntag endet. Damit könnte ab Montag wieder gestreikt werden. Die GDL wollte sich zu einem neuerlichem Ausstand nicht äußern. Sollte es zu einem neuen Streik kommen, werde man die Fahrgäste rechtzeitig informieren, hieß es lediglich.

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Im schwelenden Tarifkonflikt hat die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) der Konkurrenz von der GDL erneut gemeinsame Verhandlungen angeboten. „Kommt in die Verhandlungskommission und lasst uns gemeinsam mit der Bahn verhandeln. Davon profitieren alle unsere Mitglieder“, warb der EVG-Vorsitzende Alexander Kirchner im „Focus“.

Die GDL will neben einem Lohnplus und kürzeren Arbeitszeiten für die Lokführer auch erreichen, dass sie für das gesamte Bordpersonal wie Zugbegleiter, Bordgastronomen und Disponenten mitverhandeln darf. Sie will damit gegen den erklärten Willen der Bahn in Tarifkonkurrenz zur größeren Gewerkschaft EVG treten, deren Tarifverträge bislang die Zugbegleiter mit umfasst haben. Kirchner verwies im „Focus“ darauf, dass die EVG-Tarifabschlüsse in der Vergangenheit besser gewesen seien als die der GDL. „Aber leider gilt bislang auch für unsere Lokführer der schlechtere GDL-Vertrag.“

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