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Weltbeste Restaurants: Noma wieder auf Platz eins

von Thorsten Firlus-Emmrich

Das „Restaurants Magazine“ kürt die Liste der besten Restaurants der Welt. Die Ergebnisse sind fragwürdig. Auch wenn es vermutlich nicht die falschen trifft.

Gleich vierzehn Plätze aufwärts ging es für das New Yorker „Eleven Madison Park“. In diesem Jahr eröffnet es mit Platz zehn die Top Ten der besten Restaurants.

Für das Ranking des „Restaurant Magazine“ wurde die Meinung von 800 internationalen Kritikern und Fachleuten eingeholt. Insgesamt umfasst die Liste 50 Restaurants.

Bild: Screenshot

Nicht jeder Ball, der als Tor gezählt wird, ist auch hinter der Linie gewesen. Das wissen englische und deutsche Fußballfans spätestens seit dem Tor von 1966. Dennoch ist im Fußball vergleichbar gut Qualität zu messen. Wer mehr siegt, ist besser. Was aber, wenn es darum geht, das beste Restaurant der Welt zu finden. Köche treten meist nur zu Beginn ihrer Karriere zu Wettbewerben an. Das Publikum kann selten innerhalb einer Woche sieben Restaurants auf fünf Kontinenten besuchen. Doch erneut gibt es sie, die Liste der 50 besten Restaurants der Welt, zusammengestellt vom "Restaurants Magazine", großzügig gesponsert vom Mineralwasserproduzenten S. Pellegrino.

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Juan-Mari Arzak vom Restaurant Arzak und Rene Redzepi vom Noma in der Chefs Lunch auf der Verleihung der "The World's 50 Best Restaurants"-Awards in London Quelle: www.theworlds50best.com
Juan-Mari Arzak vom Restaurant Arzak und Rene Redzepi vom Noma in der Chefs Lunch auf der Verleihung der "The World's 50 Best Restaurants"-Awards in London Quelle: www.theworlds50best.com

Sieger ist – tara – das Noma in Kopenhagen. Wie das Jahr zuvor. Und das Jahr zuvor. Davor war es lange Zeit immer das El Bulli vom größten Erneuerer der Küche in den vergangenen 50 Jahren: Ferran Adrià. Das Noma ist ständig ausgebucht, der Wille, ausschließlich regionale Produkte auf modernste Art zuzubereiten, lockt Gourmets aus aller Welt. Ob alle der 800 Juroren, die das Noma auf ihre Wahlliste setzten, die Chance hatten, in den vergangenen 18 Monaten dort zu speisen, sei dahingestellt. Selbst wenn sie vor 15 Monaten dort waren. Gerade in der oft als „Avantgarde“ beschriebenen Küchenwelt bleiben die Räder selten so lange stehen und Stillstand ist dort Rückschritt.

Die deutschen Vertreter

Sei es drum, auch die Deutschen sind dabei, vertreten durch Sven Elverfeld vom Aqua in Wolfsburg und Joachim Wissler vom Vendome in Bergisch-Gladbach. Beide – so viel ist klar – werden auch von den hiesigen Restaurantführern nur in den höchsten Tönen gelobt. Es trifft also keine Falschen. Auf Augenhöhe in den erreichten Punktzahlen liegen in Deutschland aber noch andere Köche, wie Harald Wohlfahrt oder Helmut Thieltges, Vertreter einer älteren Generation.

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