Weltbildchef im Interview: "Die Buchwelt sieht 2020 völlig anders aus"

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InterviewWeltbildchef im Interview: "Die Buchwelt sieht 2020 völlig anders aus"

von Peter Steinkirchner

Carel Halff, Chef der Augsburger Verlagsgruppe Weltbild, spricht im Interview über die Fusion von Random House und Penguin und den Buchmarkt der Zukunft.

WirtschaftsWoche: Ergibt der Zusammenschluss von Random House und Penguin aus Ihrer Sicht Sinn?

Carel Halff: Die digitale Revolution führt im Buchmarkt zu Verschiebungen tektonischen Ausmaßes. Bücher werden zunehmend online und zunehmend digital gekauft. Neue Player mit tiefen Taschen spielen in diesem Markt mit, für die der Verkauf von Büchern häufig „nur“ ein Mittel der Kundenbindung ist. Die Händler amazon und apple versuchen zudem, sich als Verleger zu positionieren. Ein starker Verlag kann sich unabhängiger von diesen Wettbewerbern positionieren und die digitale Revolution selbst vorantreiben. Random House und Penguin können ihre Stärken ideal kombinieren und mit Büchern in den traditionellen wie den neuen digitalen Formaten die neue Vertriebswelt der Zukunft mitgestalten. Ein Zusammenschluss in dieser Größenordnung bietet eine Vielfalt an verlegerischen und unternehmerischen Möglichkeiten.

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Erwarten Sie weitere Zusammenschlüsse zwischen (Groß-)Verlagen?

Der Wettbewerb im Verlagsgeschäft war bislang vor allem ein nationaler – heute spielen die großen Wettbewerber auf der internationalen Ebene und sie haben eine große, börsengefüllte „Kriegskasse“. Der Markt und seine Produkte werden sich radikal verändern. Die Buchwelt wird im Jahr 2020 völlig anders aussehen. Daher sind weitere neue Allianzen – auch zwischen ungewöhnlichen Partnern - nicht ausgeschlossen.

Hat der Merger auch Konsequenzen für Ihr Haus?

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Random House war für uns schon immer einer der wichtigsten Partner als größter deutscher und US-amerikanischer Verlag und wird auch weiterhin eine zentrale Rolle spielen. Der Zusammenschluss stärkt die Verlagswelt und nutzt damit auch den Lesern.

Ist Markus Dohle der richtige Manager an der Spitze des neuen Konzerns?

Mit Markus Dohle steht ein hervorragender Mann an der Spitze des neuen Konzerns. Er hat den Sprung von Gütersloh nach New York gewagt, die Herausforderungen nicht gescheut und richtig gepunktet. Ihn zeichnen unternehmerisches Denken, Überzeugungskraft und vor allem der Wille aus, die digitale Transformation zu gestalten.

Was Vorstandschef Markus Dohle mit dem neuen Buchriesen Penguin Random House vorhat, lesen Sie in der neuen Ausgabe der WirtschaftsWoche.

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