Weltmarktführer-Ranking: Welcher selbsternannte Weltmarktführer ist wirklich einer?

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Weltmarktführer-Ranking: Welcher selbsternannte Weltmarktführer ist wirklich einer?

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Wer ist wirklich Weltmarktführer oder ein Hidden Champion?

von Anke Henrich

Welches Unternehmen ist ein Weltmarktführer? Diese Frage will ein gleichnamiger Index der Hochschule St. Gallen nun endgültig beantworten.

Wer ist wirklich Weltmarktführer oder ein Hidden Champion? Diese Definition  ist weder trivial noch akademisch. Denn auch ein weltweit führendes Unternehmen für Stahlstecknadeln mit rotem Kugelkopf könnte aus eigener Sicht durchaus ein Weltmarktführer sein – eben in dieser Nische.

Aus Sicht der Hochschule St. Gallen wird der ruhmreiche Begriff oder auch seine Ableitung Hidden Champion zu inflationär benutzt. Dabei stehen diese Unternehmen aus Sicht von Studienleiter Professor Christoph Müller von der HBM Unternehmerschule der Universität St. Gallen für weltweit aktive und erfolgreiche Unternehmen mit zumeist führender Technologie und familiärer Führung.

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Deshalb entwickelten die Schweizer jetzt einen eigenen „Weltmarktführer-Index für Deutschland, Österreich und die Schweiz“. Als Grundlage dient eine Datenbank mit zurzeit rund 1300 Einträgen potenzieller Weltmarktführer aus diesen drei Ländern.

Das sind die Auswahlkriterien der Schweizer Wissenschaftler um Christoph Müller:

Ein echter Weltmarktführer in den genannten drei Ländern hat dort unter Eigentümerführung zumindest zu  50 Prozent seinen Stammsitz.

- Das Unternehmen muss mindestens auf drei Kontinenten mit eigenen Exporten, Produktions- oder Vertriebsgesellschaften tätig sein.

- Es muss einen Jahresumsatz von mindestens 50 Millionen Euro erwirtschaften.

- Es muss die Nummer 1 oder Nummer 2 im relevanten Marktsegment sein

- und es muss einen Exportanteil von mindestens 50 Prozent des Umsatzes nachweisen können.

Für die im Index ausgewiesene Untergruppe „Weltmarktführer mit internationalen Eigentümern“ gilt dasselbe, außer dass ihre Stammsitze überwiegend außerhalb des deutschsprachigen Raumes liegen. 

Alle Unternehmensdaten werden aus öffentlich zugänglichen Quellen ermittelt. Diese Informationen werden wissenschaftlich ausgewertet öffentlich zugänglich gemacht. Interessierten Wissenschaftlern wird der Zugang über ihre Hochschulen angeboten.

Diese Daten werden aber ergänzt. Zum einen gibt es die auf der Homepage der Unternehmen beantworteten Kernfragen. Zweitens stellen die Schweizer Zusatzfragen, die fakultativ beantwortet werden und nur Wissenschaftlern zur Verwendung offen stehen. Und zum Dritten stellen sie Fragen zur Unternehmensführung und Wirtschaftspolitik.

Der Index versteht sich als ein fortlaufendes Projekt und kann nach erfolgter Prüfung um interessierte  Unternehmen erweitert werden. Zudem werden laufend neue Unternehmen recherchiert beziehungsweise etablierte Unternehmen überprüft, ob sie die Kriterien weiterhin erfüllen.

Die Universität St. Gallen erstellt den Index gemeinsam mit der Akademie Deutscher Weltmarktführer in Schwäbisch Hall. Diese veranstaltet auch in Kooperation mit der Wirtschaftswoche das jährliche Gipfeltreffen der Weltmarktführer in Schwäbisch Hall.

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Im Januar ist es wieder soweit: Beim Gipfeltreffen der Weltmarktführer können Deutschlands beste Unternehmen voneinander lernen. So sind Sie in Schwäbisch Hall dabei. 

Ein Mitarbeiter gießt am 23.06.2015 flüssiges Gusseisen im Werk des Autozulieferers Bergmann Automotive in Barsinghausen in der Region Hannover (Niedersachsen). Die Firma Bergmann Automotive steht stellvertretend für die vielen kleinen und mittelgroßen Firmen Niedersachsens, die nach dem Willen der rot-grünen Landesregierung stärker in den Genuss einer steuerlich geförderten Forschung- und Entwicklungsarbeit kommen sollen. Foto: Julian Stratenschulte/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ Quelle: dpa

Der Weltmarktführer-Index wird durch Unternehmen, Sponsoren und gemeinnützige Initiativen finanziert. Folgende Unternehmen haben die Erstellung bisher unterstützt: Die Würth Group, Weltmarktführer für Montage- und Befestigungsmaterial; die TII Group, dem weltweit größten Hersteller von Schwerlastfahrzeugen mit hydraulisch abgestützten Pendelachsen über 15.000 Tonnen Nutzlast und der UEC gGmbH (University Entrepreneurship Corporation), einer gemeinnützigen GmbH aus Stuttgart zur Förderung unternehmerischen Denkens und Handels bei Studierenden und wissenschaftlichen Mitarbeitern.

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