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Werbesprech: Anfang vom Ende der Plattformen

Werbesprech: Endet der Hype um Social Media?

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Anfang vom Ende der Plattformen

So lange werden soziale Netzwerke wirklich genutzt
Google+ - Mit allen Mitteln versucht Google sein soziales Netzwerk zum Erfolg zu bringen. Vor allem die Verknüpfung mit den eigenen Diensten wie Google Mail oder Youtube soll Google+ helfen. Seit dem Start haben sich auch immerhin 90 Millionen Nutzer registriert, allerdings bleibt es oft auch dabei. Nach einer Erhebung der US-Marktforscher Comscore haben sich die Nutzer seit September im Schnitt nur drei Minuten pro Monat bei Google+ aufgehalten. Das „Wall Street Journal“ schreibt daher schon von einer „virtuellen Geisterstadt“.

Bild: dapd

Kein Mensch kann in fünf sozialen Netzwerken gleichzeitig aktiv sein. Irgendwann kann man sich höchstens auf zwei, drei dieser Zeitverschlinger konzentrieren. Genau das scheint derzeit rund um den Globus zu geschehen. Und das offenbar zu Lasten des Weltmarktführers Facebook. Wir erkennen daran jedoch keinesfalls das nahende Ende der sozialen Internet-Plattformen. Wir erleben erst den Anfang. Die sozialen Netzwerke sind "here to stay". Die Menschen werden sie sich nicht mehr nehmen lassen. Sie sind ein tägliches, sehr persönliches und individuell gestaltetes „Medienereignis“, das Menschen verbindet und das für den Austausch, für Information und Entertainment längst unverzichtbar geworden ist.

Dialog zwischen Unternehmen und Kunden
Für Marketing und Werbung sind sie ein wahrgewordener Traum: Die Menschen nicht mehr nur mit ihren Botschaften zu konfrontieren, sondern endlich mit ihnen in einen Dialog treten zu können. Ihnen zuzuhören, sie in die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen einzubeziehen. Menschen, die sich Marken verbunden fühlen, gar zu Marken-Botschaftern machen zu können. Aber werden wir in fünf Jahren noch von Facebook sprechen? Zwei Szenarien erscheinen im Augenblick denkbar, wenn wir eine Prognose wagen sollen. Entweder bleibt in jeder Sparte des Internet ein einziger Weltmarktführer uneinholbar: Google als Suchmaschine, Amazon als Händler, Ebay als Marktplatz - und Facebook als soziale Plattform. Umgeben von kleinen, lokalen „Spezialisten“ wie in Deutschland Zalando und Xing, das derzeit sogar leichte Zuwächse verzeichnet.

Nischennetzwerke statt Massenplattformen

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Oder der Markt bricht auf. Facebook verliert seinen Marktführerstatus, seine Ubiquität. Und wird abgelöst von zahlreichen, kleineren Netzwerken, die individuellen Zielgruppen und Themen eine Zuflucht mit steigendem Mehrwert bieten. So wie die General-Interest-Magazine (Quick, Stern und Bunte) Platz machen (mussten bzw. müssen) für immer mehr Special-Interest-Zeitschriften. So wie die großen TV-Sender Platz machen werden müssen für die Flut an neuen Programmen, TV-Mediatheken und Streams. Letzteres ist das wahrscheinlichere Szenario. In Facebooks Haut möchte man nicht stecken.

6 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 30.07.2012, 08:57 UhrViergewinnt

    Ein weiterer Anstieg des passiven Medienkonsums insbesondere TV ist gesellschaftlich sicherlich ungünstiger, als das Lernen des richtigen Umgangs mit digitalen und sozialen Medien. Dauert halt etwas auf Anbieter- und Nachfragerseite.

  • 30.07.2012, 08:51 UhrViergewinnt

    Ist doch schön, wenn Menschen einsehen, daß sie nichts zu sagen haben. Wäre sicherlich wünschenswerter, wenn Sie durch die sozialen Medien einen Veränderungsbedarf erkennen würden, anstatt in Passivität zu verfallen und die Reichweiten von Bauer sucht Frau etc. zu erhöhen.

  • 23.06.2012, 00:48 Uhr@tschmidt773

    Ich glaube, wenn der Hype endet geht’s erst richtig los.
    Wer will auf Dauer schon lesen, wenn jemand nichts zu sagen hat und nur twittert oder postet, weil es cool ist. http://bit.ly/L12mWL

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