Bild: ScreenshotDer Art Director’s Club (ADC) – ein Zusammenschluss renommierter Kreativer aus der Kommunikationsbranche – sucht jedes Jahr die besten Arbeiten aus Werbung und Kommunikation. Die Kampagnen sollen Emotionen wecken und neue Wege in der Kommunikation gehen.
Bild: ScreenshotUnter den ersten Fünf landete Serviceplan, die größte inhabergeführte Agentur Deutschlands. Serviceplan kreiierte einen solarbetriebenen Jahresbericht für den österreichischen Verband Austria Solar. Der ADC nennt seine Auszeichnungen Nägel – für die Arbeit erhielt die Agentur zwei Gold- und zwei Silbernägel.

Anlässlich der IAA 2011 entwickelten die Agenturen KauffmannTheilig+Partner und Atelier Markgraph eine Bühne für Daimler. Der ADC befand: Das Projekt setze „neue Maßstäbe in Sachen kreativer Auftragsarbeit“ und beförderte das Projekt ebenfalls mit zwei Gold- und zwei Silbernägeln unter die Top Five.
Mit „Das dritte Auge“ überzeugte eine weitere Arbeit für Daimler die Jury: Für den Autobauer schuf Jung von Matt einen Radiospot, der das Autofahren zu einem Weg zur Erleuchtung machen sollte. Damit liegt Jung von Matt gleichauf mit den beiden vorherigen Preisträgern.
Bild: ScreenshotDer Abräumer des Jahres ist die Berliner Agentur HEIMAT. Mit ihrer Online-Kampagne "The CNN Ecosphere" entwarfen die Werber ein digitales Ökosystem, mit dem der amerikanische Nachrichtensender CNN im vergangenen Jahr die UN-Klimakonferenz im südafrikanischen Durban begleitete. Hierfür erhielt die Agentur drei Goldnägel.
Bild: ScreenshotHEIMAT punktete gleich noch ein Mal: Der ADC prämierte auch eine Kampagne für den Kunden Adidas. Im Auftrag der Herzogenauracher machten die Kreativen mit Hilfe von Live Cams und Social Media einen Marathonlauf erlebbar. Das brachte der Agentur einen weiteren Goldnagel ein.
Bild: ScreenshotDer ADC zeichnete auch den Kreativnachwuchs aus. Mit dem Titel „ADC Student des Jahres“ dürfen sich fortan Alexander Döpel und Sandra Krebs schmücken. Die beiden wurden für ihre Installation „Die ‚Zeit zu Handeln’“ ausgezeichnet.
Bild: Screenshot„ADC Talent des Jahres“ wurde Katrin Rodegast von der Fachhochschule Dortmund mit der Arbeit „Soft Cover“.
Bild: ScreenshotAußerdem überzeugte eine Arbeit für den Spielehersteller Lego die Juroren. Franz Röppischer von Serviceplan erhält für die Kampagne „Builders of Tomorrow“ die Auszeichnung „ADC Junior des Jahres“.
Der Art Director’s Club (ADC) – ein Zusammenschluss renommierter Kreativer aus der Kommunikationsbranche – sucht jedes Jahr die besten Arbeiten aus Werbung und Kommunikation. Die Kampagnen sollen Emotionen wecken und neue Wege in der Kommunikation gehen.
Hartmut Esslinger gilt als Design-Papst. Er ist der Gründer von Frog-Design und Gestalter der ersten, legendären Apple-Computer. In diesem Jahr hatte Professor Dr. Hartmut Esslinger eine zusätzliche Aufgabe: Er war Präsident der ADC-Jury. Der Art Directors Club für Deutschland kürt alljährlich die besten Kreativarbeiten und Werbeideen des Jahres. Der Gewinn eines der begehrten ADC-Nagels wird unter deutschen Kreativen nur von dem Glücksgefühl übertroffen, beim internationalen Werbefestival in Cannes einen Löwen zu gewinnen.
Am vergangenen Wochenende diskutierten 338 Juroren über 6.600 eingereichte Arbeiten. Im vergangenen Jahr war es ein TV-Spot von Hornbach, der mit einem dieser goldenen Nägel ausgezeichnet wurde. Zu den Gewinnern dieses Jahres kommen wir gleich.
Bereits im Vorfeld der Juryarbeit gab Hartmut Esslinger dem Fachblatt „Werben & Verkaufen“ ein Interview, das in vielerlei Hinsicht inspiriert. Er sagt darin: „Mit einer mittelmäßigen Agentur, die ihre Mitarbeiter schlecht bezahlt, schlechte Arbeit macht, kann man nicht erfolgreich werden.“ Und macht auch gleich eine Ursache für mangelnde Kreativität aus. Im Design habe man es mit der Geschäftsleitung zu tun. In der Werbung hingegen müsse man sich oftmals prostituieren. Er meint damit, die Werber hätten es häufiger mit inkompetenten Bedenkenträgern zu tun, statt mit den wirklich Verantwortlichen.
Harte Arbeit und Disziplin
Auf die Frage, was denn kreative Werbung sei, antwortet er mit einem Zitat von Walt Disney: „Everything we do is about a good story.“ Und sein Geheimrezept für das Entwickeln gute Geschichten ist nicht minder entwaffnend: Harte Arbeit und Disziplin. Sein Erfolgsgeheimnis Nummer zwei, sagt er, sei mit vielen, „super starken“ Frauen zusammenzuarbeiten: „Männer gucken auf Prestige, die Größe des Büros, nicht auf die Aufgabe.“
Werfen wir also einen Blick auf die Gewinnerliste der diesjährigen goldenen ADC-Nägel. Dieser erste Blick irritiert zunächst. Statt Wirtschaftswerbung ehrt sich der ADC erst einmal selbst und verleiht einen goldenen Nagel an seine eigene Todesanzeige für Loriot („Lieber Gott, viel Spaß!“). Gold holt auch eine Misereor-Kampagne und den Hauptpreis, den Grand Prix, das CNN-Ecosphere-Projekt.
Gerade einmal fünf Kampagnen, die man der Wirtschaftswerbung zuordnen kann, wurden mit einem der insgesamt neunzehn Nägeln in Gold ausgezeichnet: Darunter eine Mercedes-Radiokampagne - und wieder Hornbach, diesmal für den TV-Spot „Jede Veränderung braucht einen Anfang“.
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