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kolumneWerbesprech: Facebook verkommt zum Fernsehen

Kolumne von Ralf Schwartz

Statt über Facebooks sinkende Reichweiten und Wirkung zu klagen, müssen Marketer in Inhalte investieren, sonst geht Facebook den Weg allen Fernsehens.

Viele Marketer haben nach wie vor keine Ahnung von den neuen Medien wie Facebook, und welche Chancen sie für die Werbebranche bereithalten Quelle: REUTERS
Viele Marketer haben nach wie vor keine Ahnung von den neuen Medien wie Facebook, und welche Chancen sie für die Werbebranche bereithalten Quelle: REUTERS

In drei kurzen Schritten verkommt Facebook vom sozial-medialen Werbeparadies zum Mainstream-Medium:

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1. Vor dem Börsengang war Facebook das neue Werbe-Paradies.

  • Agenturen und Berater setz(t)en Facebook-Accounts auf und verdienen sich mit Dienstleistungen, die Teenager laut Onions Social Media Guru Satire umsonst und schneller erledigen, eine goldene Nase.

  • Ein paar bunte Bildchen wurden gepostet und schon hagelte es Likes.

  • Als Marketer musste man nur Flachbildschirm oder iPad verlosen und schon konnte man bei seinem Chef mit tausenden neuer Fans glänzen.

 2. Dies wurde in den vergangenen Monaten seit dem Börsengang anders: Auch Facebook muss nun Geld verdienen.

  • Als Folge sinken die gewohnten Reichweiten, steigen die Kosten für Werbung. Ein gewünschter Aspekt.
  • Zudem merzt Facebook kontinuierlich die zuvor nahezu kostenlos gewonnenen Fake-Accounts aus, die Fanzahlen sinken, die Akquise-Kosten steigen.

Wie häufig haben sich deutschsprachige User im Social Web über Marken geäußert? Mit dieser Frage beschäftigten sich Experten von Web-Analyzer.com. Dafür untersuchten sie insgesamt mehr als 3,6 Millionen Beiträge, die Internetnutzer im Monat April auf Facebook, Twitter, in Foren, Blogs oder auf Online-Portalen über 500 ausgewählte Marken im Netz verfassten.

Bild: dpa

 3. Facebook kommt endgültig im Medien-Mainstream an.

  • Irrelevante Statusmeldungen nerven inzwischen ähnlich wie Pop-Ups oder TV-Unterbrecherwerbung.

  • Marken-Facebook-Accounts werden analog zum Radio zum Nebenbei-Medium.

  •  Noch ist die Hemmschwelle, sinnentleerte Videos zu posten hoch. Jeglicher Markenbotschaft entleerte Bildchen setzen ihren Siegeszug fort, sie sind einfachster Link-Bait.

Sie wirken wie aus einer anderen Zeit - verzweifelt versuchend, die Lücke zwischen Plakat, Printanzeige und Bannerwerbung zu schließen.

  • Inhalte werden immer boulevardesker, massenkompatibler, schnelllebiger, austauschbarer und aufs Einfachste konsumierbar.

  • Allein Marken wie Red Bull können mit spektakulären Aktionen à la Felix Baumgartner noch großes Kino bieten. Diese Qualität bleibt äußerst selten.

 

In der Konsequenz ist das mediale Grundrauschen gefühlt inzwischen ähnlich hoch wie in den traditionellen Medien. Quantitäten bestimmen das Tagesgeschäft.

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