Bild: ScreenshotHunter and Bear - Teil 2
Der interaktive Clip von TippEx Hunter and bear's 2012 birthday party ermöglicht eine kleine Zeitreise. Der Nutzer kann entscheiden, wie beziehungsweise in welchem Jahr die Geburtstagfeier stattfinden soll. Einfach nach Auffrderung eine Jahreszahl eingeben und abwarten. Den Nutzern gefällts. So schrieb beispielsweise Granitelol bei Youtube "WOW! Most creative commercial ever made!". Aber die Geburtstagsfeier mit Bär und Jäger ist nur der Nachfolger von...
Bild: ScreenshotHunter and Bear Teil 1
Im ersten Teil von Hunter and Bear der Firma TippEx kann der Nutzer aussuchen, ob der Jäger den Bär tatsächlich erschießen soll. Wer sich gegen Gewalt entscheidet, kann aussuchen, was der Jäger stattdessen mit dem Bär machen soll. Nutzer "maria0hmaria" empfiehlt beispielsweise: "type "breaks" ahahahhaaaa" und Youtube-User "MrJoaoLOS" schrieb: "BEST VIDEO EVEEEEEERRR! AWESOME SEQUENCE!" Was das Ganze mit der Tipp Ex-Korrekturflüssigkeit zu tun hat? Der Jäger in beiden Videos nutzt jeweils Tipp Ex, um das entscheidende Wort - bei der Geburtstagsparty das Jahr 2012, bei der Jagd das Wort "erschießt" - zu entfernen.
Bild: ScreenshotDrama-Button
27,9 Millionen Menschen haben den Clip mit dem Drama-Button schon geklickt. Für die Etablierung eines Fernsehsenders in Belgien wurde in einer belgischen Stadt auf einem öffentlichen Platz ein roter Knopf mit der Aufschrift "Push to add drama" installiert. Das Video zeigt, was passiert, nachdem sich die Belgier ein bisschen mehr Drama gewünscht haben. Die Botschaft des Fernsehsenders: "Wir haben ihre tägliche Dosis Drama." Die Zuschauer waren begeistert.
Bild: ScreenshotOld Spice
Wer das Duschgel von Old Spice - einer Marke von Procter & Gamble benutzt, wird dadurch zwar nicht aussehen, wie Kampagnen-Model Isaiah Mustafa - aber er kann wenigstens so riechen. Selbstironie gefällt, de Internet-Gemeinde liebt die vielfältige, kreative Old Spice-Werbung. Unter anderem gibt es von der Marke auch personalisierte Clips für bestimmte Personen, die in den Videos direkt angesprochen werden. Und wer möchte nicht so riechen, als hätte er Diamanten, ein Boot und einen Waschbrettbauch?
Bild: ScreenshotDarth Vader
Die Macht ist mit den VW-Fahrern: Der Clip mit dem Mini-Darth Vader, der das Auto seines Vaters per Handzeichen anhält, wurde von mehr als 34 Millionen Youtube-Nutzern gesehen. Dazu kommen noch alle Zuschauer des Super-Bowl. 25.000 begeisterte Youtube-Kommentare veranlassten die Volkswagen-Marketing Abteilung, den Clip "the Force" künftig auch im deutschen Fernsehen auszustrahlen.
Bild: ScreenshotDiet Coke und Mentos
Ein kleines Experiment brachte Coca Cola und Mentos jede Menge Gratis-Werbung ein. Die Cola-Kaubonbon-indizierte Explosion haben Millionen Menschen auf der Welt gesehen, nachgemacht und die Videos verbreitet. Für beide Unternehmen sind die witzigen Clips ein voller Erfolg.
Bild: ScreenshotEvian Babies
Dem Kindchen-Schema sei Dank sahen mehr als 30 Millionen Menschen, wie Evian-Wasser Säuglinge zum Rollschuh laufen bringt. Und das auch noch sehr erfolgreich: Die Babys in dem Evian-Clip fahren auf Skates Slalom um Flaschen und zeigen sich für ihr Alter sehr sportlich.
Bild: ScreenshotFun Theory
Auch dieser Clip ist von den Marketing-Spezialisten von Volkswagen und erfreut sich bei Youtube großer Beliebtheit. Im Video sieht man, wie viel mehr Spaß beispielsweise Treppen steigen macht, wenn es sich nicht um einen normalen U-Bahn-Aufgang, sondern ein überdimensionales Klavier handelt. Das Resultat: 66 Prozent mehr Menschen nehmen die Treppe. Die Kampagne "Fun Theory" bekam 2010 auf dem internationalen Werbefilmfestial in Cannes den Cyber Grand Prix Lion verliehen.
Bild: ScreenshotWill it Blend?
Was passiert eigentlich, wenn man die Smartphones von zwei Ultimate Fightern in einen Mixer steckt? Verschmelzen sie zu einem, gibt es nur einen Trümmerhaufen oder setzt es vielleicht sogar Schläge? Und was passiert, wenn Energydrinks und persönliche Habseligkeiten der Harlem Globetrotters zusammen im Mixer landen? Die Clips der Reihe "Will it Blend?" gehen der Frage nach.
Bild: ScreenshotIkea vs. Facebook
Eine schöne Idee hatte das schwedische Möbelhaus Ikea, als es über Facebook Möbel verloste - billiger und besser geht es nicht. Die Internetgemeinde war begeistert.
Hunter and Bear - Teil 2
Der interaktive Clip von TippEx Hunter and bear's 2012 birthday party ermöglicht eine kleine Zeitreise. Der Nutzer kann entscheiden, wie beziehungsweise in welchem Jahr die Geburtstagfeier stattfinden soll. Einfach nach Auffrderung eine Jahreszahl eingeben und abwarten. Den Nutzern gefällts. So schrieb beispielsweise Granitelol bei Youtube "WOW! Most creative commercial ever made!". Aber die Geburtstagsfeier mit Bär und Jäger ist nur der Nachfolger von...
Es geht um die stolze Summe von 30 Milliarden Euro. Das ist die Summe, die deutsche Unternehmen alljährlich für „Medialeistungen“, also für Werbung, investieren. Für die meisten Unternehmen ist das Werbebudget der dritthöchste Budgetposten überhaupt. Da möchte man meinen, dass Manager, die über derartige Summen entscheiden, auch wissen, was sie tun. Dem ist offenbar nicht so, wie eine neue McKinsey-Studie offenbart. Die Studie „Kommunikation effektiv managen“ wurde von der OWM (Organisation Werbungtreibende im Markenverband), dem mächtigen Verband der werbungtreibenden Industrie, gemeinsam mit McKinsey durchgeführt.
„Kein anderes Investment dieser Größenordnung wird so wenig faktenbasiert gesteuert. Vorhandenes Wissen ist in den letzten Jahren massiv entwertet worden.“ Das beteuert der OWM-Vorstand Uwe Becker. Und die Marktpartner der Unternehmen stimmen dem zu: Ganze drei Prozent der befragten Agenturen und Medien trauen den Unternehmen ein fundiertes Verständnis für den Erfolgsbeitrag einzelner Medien-Kanäle zu.
Bild: FotoliaJunior Art Director
Werbeagenturen bewegen und verdienen viel Geld, aber auch in der bunten Werbewelt fängt beim Gehalt jeder klein an. Ein 27 Jahre alter Junior Art Director hat ein durchschnittliches Jahresgehalt von 28.967 Euro. Da in der Branche oft nach Leistung gezahlt wird, steigt das Gehalt mit den Dienstjahren. Das ist das Ergebnis einer Erhebung vom Onlineportal www.gehalt.de Ausgewertet wurden über 5.000 Datensätze.
Bild: FotoliaDesigner
Einen festen Berufsweg in die Werbebranche gibt es nicht. Viele talentierte Quereinsteiger und natürlich auch studierte Werber kommen über schlecht bis nicht bezahlte Praktika in die Agenturen. Finanzielle Höhenflüge kommen erst nach der mitunter harten Einarbeitungszeit. So verdient beispielsweise ein 33 Jahre alter Designer pro Jahr im Schnitt 31.012 Euro.
Bild: FotoliaMarketing-Abteilung
Geregelte Arbeitszeiten gibt es in der Branche kaum, von den Mitarbeitern wird Flexibilität verlangt, Überstunden dürfen kein Fremdwort sein. Kreativ sein geht eben nicht nur in festen Arbeitszeiten. Die kreativen Köpfe, die sich um das Marketing kümmern und 30 Jahre alt sind, bekommen dafür durchschnittlich 34.306 Euro im Jahr.
Bild: FotoliaProjektmanager
Das Projektmanagement entscheidet, wer, was, wann und innerhalb welcher Deadline zu erledigen hat. Dafür bekommt ein 33-jähriger Projektmanager im Jahr durchschnittlich 38.063 Euro. Grundsätzlich gilt: Kleine Agentur, kleiner Verdienst, große Agentur, großer Verdienst.
Bild: ZBSPTexter
Mit dem Text - geschrieben oder gesprochen - steht und fällt die Kampagne. Einprägsame Werbeslogans wie "Geiz ist geil" werden oft deutlich stärker mit einer Marke oder einem Produkt assoziiert als die Plakate beziehungsweise Bilder. Dementsprechend werden die Stars der Branche auch entsprechend bezahlt. Ein durchschnittlicher Werbetexter im Alter von 35 Jahren bekommt im Schnitt immerhin 38.833 Euro pro Jahr.
Bild: APPR-Manager
Die Branche ist Branche ist geprägt von kleinen und mittelständischen Agenturen. Diejenigen, die die Agentur nach außen hin verkaufen, bekommen dafür rund 39.000 Euro im Jahr. Ein 43-jähriger PR-Manager verdient im Schnitt 38.991 Euro.
Bild: FotoliaKonzepter
Auch in der Werbebranche gibt es was das Gehalt betrifft, Unterschiede zwischen Ost und West. Bekommt ein Mann in Bremen 41.121 Euro pro Jahr, verdient er in Sachsen nur 32.741 Euro. Das höchste Gehalt bekommen die Werber in Baden Württemberg bezahlt, in Mecklenburg Vorpommern gibt es das schlechteste. Der Durchschnittskonzepter, 33 Jahre alt, verdient pro Jahr 41.622 Euro.
Bild: dpaController
Die Branche ist aber nicht nur offen für die kreativen Köpfe, auch Zahlenjongleure sind gefragt. Ein 33-jähriger Controller verdient im Schnitt pro Jahr 43.626 Euro.
Bild: dpaCreative Director
Wie auch in vielen anderen Berufen gibts auch in der Werbebranche immer noch unterschiedliche Gehälter für Frauen und Männer. Laut Online-Portal www.gehalt.de klafft die Lücke mitunter bis zu 5000 Euro. Der Beruf des Kreativdirektors ist auf der Gehaltsliste der Branche unabhängig vom Geschlecht auf Platz zwei. Ein durchschnittlicher Creatie Director im Alter von 48 Jahren verdient im Jahr 80.934 Euro.
Bild: FotoliaGeschäftsführer
Das meiste Gehalt bekommt natürlich der Geschäftsführer der Agentur. Für das Ranking wurden allerdings nur die Gehälter von Chefs mit disziplinarischer Personalverantwortung ausgewertet. Demnach bekommt ein durchschnittlicher Geschäftsführer im Alter von 41 Jahren pro Jahr 128.546 Euro.
Junior Art Director
Werbeagenturen bewegen und verdienen viel Geld, aber auch in der bunten Werbewelt fängt beim Gehalt jeder klein an. Ein 27 Jahre alter Junior Art Director hat ein durchschnittliches Jahresgehalt von 28.967 Euro. Da in der Branche oft nach Leistung gezahlt wird, steigt das Gehalt mit den Dienstjahren. Das ist das Ergebnis einer Erhebung vom Onlineportal www.gehalt.de Ausgewertet wurden über 5.000 Datensätze.
„Marketer haben keine Ahnung“
So überschrieb das Fachmagazin „Werben & Verkaufen“ die Ergebnisse der Studie. Offensichtlich gibt es in den Marketingabteilungen akuten Handlungsbedarf. Denn ihre enormen Werbeinvestitionen tätigen die Entscheider auf äußerst geringer Faktenbasis. 85 Prozent der Werbe-Manager fühlen sich beim Umgang insbesondere der digitalen Medien schlichtweg überfragt. Nur 15 Prozent besitzen nach eigenen Angaben ein klares Verständnis davon, welchen Mehrwert einzelne Kommunikationskanäle liefern.
Diese Ergebnisse bergen wahrhaftig Sprengstoff. So mahnte OWM-Chef Becker, hauptberuflich Media Direktor des Werbe-Riesen Unilever, auf der OWM-Fachtagung Mitte November, das professionelle Media- und Kommunikationsmanagement nicht dauerhaft zu vernachlässigen. Er ermahnte allerdings auch die Agenturen, Aufträge ohne eigenen Vorteil wahrzunehmen und ihre Glaubwürdigkeit nicht weiter durch Themen wie Trading , also der Eigenvermarktung von Werbeplätzen, infrage zu stellen. Gleichzeitig forderte er die Medien auf, glaubwürdige Leistungskennziffern zu liefern sowie eine korrekte Messung bei der Anlieferung von Online-Werbemitteln sicherzustellen: „Auch die Glaubwürdigkeit und Ehrlichkeit der Medien ist ein wichtiger Aspekt.“
Statt Fortschritt, Rückschritt
So wundert es denn nicht, dass in einer OWM-Mitgliederumfrage erneut 47 Prozent der befragten Unternehmen „Transparenz im Mediageschäft“ als mit Abstand größte Herausforderung für die werbende Wirtschaft nannten. Im deutschen Werbegeschäft fehlt es aber eben nicht nur an Transparenz, sondern offenbar noch mehr an fundiertem Wissen, an fachlichem Know-how. Die Werbebranche lässt jeglichen Fortschritt vermissen. Im Gegenteil: Angesichts der Ergebnisse der McKinsey-Studie muss man wohl eher von einem bedenklichen Rückschritt sprechen.
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