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Werbesprech: Von RTL II lernen

von Ralf Schwartz und Thomas Koch

Sendungen wie „Frauentausch“ oder Berlin – Tag & Nacht“ haben RTL II berühmt-berüchtigt gemacht. Von ihm können Unternehmen nur lernen – über Erfolge bei Facebook und attraktive Werbung.

Frauentausch Quelle: obs
Die Darsteller in Sopas wie "Frauentausch" scheinen authentisch und schaffen es viele Zuschauer auf den Sender RTLII zu locken. Quelle: obs

Schwartz: RTLII macht gerade vor, wie Soaps heute erfolgreich werden: in nahtloser Verschmelzung mit Facebook.

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Koch: Das ist nichts wirklich Neues. Was machen die anders?

Schwartz:RTLII läßt die Protagonisten seiner Soap 'Berlin - Tag & Nacht' auch im Netz agieren. Und zwar so genial wie einfach: Man trifft nicht die Schauspieler privat und diese lassen sich bewundern mit ihren Hundchen und neuen Klamotten etc., wie das sonst immer so ist, sondern man trifft auf ihre Rollen. Ein genialer Schachzug. Sie wurden aus der Soap zu Facebook verlängert. Dort wird dann rund um die Uhr weitergelitten, -gehofft, -geliebt und -gehasst.

Koch: Und der Erfolg gibt ihnen recht: Die laut ihrer Facebook-Seite "geilste WG Deutschlands", hat knapp 750.000 Facebook-Fans. Aber was kann man daraus lernen? Was können Werbungtreibende, Unternehmen und Marken mitnehmen?

Schwartz: Auch das ist so einfach wie genial - man muss nur das Muster erkennen. Es geht um Menschen und Geschichten. Nicht mehr und nicht weniger. Aber - und das ist ein überlebensgroßes Aber, denn genau da liegt die größte Schwierigkeit für des Marketings eingefahrenes Denken -  aber die Menschen müssen so authentisch wie die Geschichten sein. Auch wenn man das Wort nicht mehr hören will, hier muss man es zum ersten Mal wieder zu recht benutzen.

Koch: Richtige Menschen müssen wieder richtige (und ich sage absichtlich nicht wahre) Geschichten erzählen. Die Werbung setzt lieber auf weichgespülte Werbefiguren, die so schablonenhaft sind, dass sie gar nicht mehr bemerkt werden.

Schwartz: Schablonen, um jeden anzusprechen und damit keinen mehr richtig.

2 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 21.12.2011, 16:03 UhrAnonymer Benutzer: ralfschwartz

    Ach Schulze, Du mußt auch nicht alles bierernst und den Buchstaben des Posts getreu nehmen, sondern zwischen den Zeilen lesen, eigene Erfahrungen integrieren, Transferleistung erbringen.
    Die Werbung muß insgesamt besser werden, und diese Facebook-Aktion ist ein Indiz, in welche Richtung es gehen kann. Antiseptik zieht keinen Fisch mehr vom Teller.

  • 21.12.2011, 10:41 UhrAnonymer Benutzer: Schulze

    Was für ein hübsch altmodischer Infodialog ;-))

    Polarisierende Persönlichkeiten für´s Volk......ganz besonders bei Facebook gibt es "das" Volk gar nicht mehr - die Liker deutscher Soaps sind natürlich eine ganz spezielle hm Zielgruppe. Die kaufen natürlich auch Ariel et al.

    Die Liker von Two-and-a-half-men, HIMYM etc kaufen anders und, ja, die Serien beruhen auf polarisierenden Charakteren.

    Trotzdem: Ein Like ist doch keine Hochzeit. Wieviel Facebook-Mitglieder, wieviele Twitter-Mitglieder gibt es und wieviele davon sind wirklich aktiv? Ich las mal, dass es maximal 13% seien.

    Also, Jungs, macht keinen Hype wo keiner ist. Dazu ist das Netz zu kritisch :-))

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